Absolventinnen u. Absolventen berichten ...

... über ihre Erfahrungen und ihren Werdegang im Berufsleben.

Hiltrud Presch-Glawischnig


.Tourismus wurde ihr quasi in die Wiege gelegt.

Unsere Absolventin der Woche hat die damalige HLF im Jahr 1992 abgeschlossen und ist unserer Schule auch heute noch treu verbunden. Zuletzt durften wir sie im Rahmen eines Prüfungsessens in der KTS begrüßen. Ihr Karriereweg ist ebenfalls sehr bemerkenswert:

„Tourismus – und bis heute die Freude daran – wurde mir quasi in die Wiege gelegt. Durch den elterlichen Betrieb im Liesertal war rasch entschieden, dass ich die Tourismusschule in Villach besuchen sollte. Eine gute Entscheidung, denn die Schule war für mich mehrfach wegweisend: Fachlich und beruflich einerseits, andererseits habe ich fünf Jahre lang mit meinem heutigen Ehemann Alexander Presch das Klassenzimmer geteilt und somit auch privat „nachhaltig von der Schule profitiert“. Mit unserem jetzt 13-jährigen Sohn Paul waren wir kürzlich zu Besuch beim Tag der offenen Tür, weil wir ihm, wie auch unserer 11 jährigen Tochter Johanna, diese Schule anbieten wollen.

Die Ausbildung an der HLF bzw. heute KTS ist sehr vielseitig, mein beruflicher Werdegang entsprechend abwechslungsreich. Bald nach der Matura im Jahr 1992 verbrachte ich ein Jahr in Italien als Au pair. Mehr durch Zufall erfuhr ich anschließend vom damals ultimativ neuen Fachhochschulstudiengang für Tourismusmanagement in Wien. 1998 zählte ich zu den allerersten AbsolventInnen dieses mittlerweile etablierten FH Studienganges. Meine fundierte Ausbildung in Villach verhalf mir während des Studiums stets zu guten Jobs, die mir die Finanzierung des Studiums sehr erleichterten. Das Congress Casino Baden, ein Tochterunternehmen der Casinos Austria, war mein Partnerbetrieb für die Diplomarbeit und nach dem Studium für mehrere Jahre mein erster Arbeitsplatz. Vielseitige Aufgaben im Bereich Eventmarketing, –verkauf und -organisation, verbunden mit Reisen durch ganz Europa, waren ein attraktiver Einstieg ins „echte“ Berufsleben. Darauf folgten ein Jahr Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit als Fachreferentin im Staatssekretariat für Tourismus sowie ein weiteres Jahr bei Casinos Austria im Bereich Veranstaltungen & Marketing. Nach einigen Jahren Karenzzeit, unserem Umzug von Wien nach Kärnten und meinem beruflichen Wiedereinstieg beim Tourismusverband Kärnten: Mitte fiel meine Entscheidung, mich selbständig zu machen. Mit der AnzigOrtig Tourismus:beratung stehe ich nun seit dem Jahr 2011 im Bereich Tourismusmarketing und Projektbegleitung beruflich auf eigenen Beinen. Zu meinen Aufgaben zählen Tourismusprojekte unterschiedlichster Art – spannend und vielfältig. Als große Naturliebhaberin habe ich vor einigen Jahren die Ausbildungen zur zertifizierten Waldpädagogin und Natur- und Landschaftsführerin absolviert. Beruflich kann ich nun so meine Begeisterung für die Natur immer wieder in Projekten mitnehmen und einbauen. Mein weiterer Plan: Die Synergie „Tourismus & Natur“ will ich für mich beruflich zukünftig noch stärker nutzen.

Allen „frischen“ AbsolventInnen der KTS Villach wünsche ich viel Freude bei der Wahl ihres zukünftigen Berufes. Wenn ihr Spaß an dem habt, was ihr macht, dann werdet ihr auch gut und erfolgreich sein, in dem, was ihr tut. Alles Gute & viel Erfolg!“

Vielen Dank – liebe Hiltrud Presch-Glawischnig – und bis bald in der KTS.

Hannes Pacheiner


... hat seine Erfüllung in einer erfolgreichen kreativen Karriere gefunden.

Heute stellen wir einen Absolventen vor, der sich komplett vom Tourismus abgewandt hat und seine Erfüllung in einer erfolgreichen kreativen Karriere gefunden hat. Und man kann wirklich sagen, seine Fotos sind einfach wunderschön und jedes einzelne ein Kunstwerk.

„1990 absolvierte ich die Matura an der Höheren Landeslehranstalt für Fremdenverkehrsberufe, die damals noch in der Villacher Innenstadt war. Nach der Matura wollte ich als Fotograf zu arbeiten beginnen, da die Leidenschaft für die Fotografie bereits in frühen Kindheitsjahren von mir Besitz ergriffen hat. Dem gutgemeinten Rat meines Vaters folgend, einen Beruf zu wählen, der vielleicht besser dazu geeignet ist, eines Tages eine eigene Familie zu ernähren, bin ich für eine saisonal befristete Anstellung beim Tourismusamt Villach gelandet. Bei meiner darauffolgenden Bewerbung für eine Stelle im Amt für Städte und Bürgerkontakte – somit ebenfalls mit dem Tourismus verbunden, habe ich das erste Mal in meinem Leben mit umgekehrter Geschlechterdiskriminierung Bekanntschaft gemacht. Der Magistratsbeamte, der für die Besetzung der offenen Stelle zuständig war, teilte mir mit, dass ich ex aequo mit einem anderen Mitbewerber qualifiziert wäre. Da die Delegationen der Partnerstädte jedoch vorwiegend aus Männern bestünden und der Mitbewerber eine Frau wäre, hätte man(n) sich für diese entschieden.

Unmittelbar darauf fand ich bei der Volksbank Gewerbe- und Handelsbank eine Anstellung, wo ich die mehrjährige Ausbildung zum Wertpapierspezialisten absolvierte und 1992 die Leitung der Wertpapierabteilung übernahm. Ich war bei der Volksbank von 1991 bis 1999 beschäftigt, ehe ich 1999 zur Hypo Alpe-Adria-Bank AG wechselte, wo ich für Veranlagungen von Devisen-Ausländern, hauptsächlich italienischen Staatsbürgern, später im Privatbanking zuständig war. Mit Mitte 30 ist mir klar geworden, dass ich mich persönlich bis zu meiner allfälligen Pension nicht im Bankenbereich sehe. 2011 hat sich durch Zufall ergeben, dass ein bekanntes Architektenehepaar, das einen Bildband von mir gesehen hatte, wollte, dass ich ein von ihnen geplantes Haus fotografiere. Die Fotografie war all die Jahrzehnte ein von mir exzessiv betriebenes Hobby geblieben. Um ein Gewerbe als Fotograf anmelden zu können, legte ich 2011 an der Wirtschaftskammer Klagenfurt eine sog. „individuelle Befähigungsprüfung“ ab und war somit „Nebenerwerbsfotograf“. 2012 bestand ich die Fotografen-Meisterprüfung mit Auszeichnung und eröffnete im August 2013 ein eigenes Fotostudio in der Villacher Innenstadt beim Stadtpark. So habe ich schließlich mit 1.12.2013 in die Selbstständigkeit gewechselt und bin somit hauptberuflich Fotograf geworden.

Seit 2015 übe ich zudem die Funktion des Landesinnungsmeisterstellvertreters der Kärntner Berufsfotografen aus. 2016 habe ich beim Kärntner Landesfotowettbewerb in der Kategorie „Musik“ den ersten Platz belegt. Ich blicke gerne auf meine Schulzeit an der Höheren Landeslehranstalt für Fremdenverkehrsberufe zurück. Es war eine anstrengende und zugleich sehr schöne Zeit, die zu meiner Persönlichkeitsentwicklung in der Jugend maßgeblich beigetragen hat. Die Erfahrung, die ich in diesen Jahren sammeln konnte, kommt mir unter anderem bei Tourismus-Foto-Shootings immer wieder zugute.

Der Schwerpunkt meiner beruflichen Tätigkeit liegt in der People-Fotografie, also allem, was mit Leuten zu tun hat. Meine persönliche Leidenschaft ist zudem die Landschaftsfotografie, aber auch konzeptionelle Arbeiten wie Produkt- und Food-Fotografie. Zu meinen Kunden zählen Privatpersonen ebenso wie Unternehmen oder Institutionelle. Ich versuche über die Landesgrenzen hinaus „ins Geschäft zu kommen“, Hochzeiten in Deutschland, ein Fotoshooting mit einem italienischen Model in Venedig und eine Hochzeit heuer in Turin kann ich diesbezüglich bereits verbuchen.

Privat bin ich ein leidenschaftlicher Italien-Fan, liebe – nicht zuletzt auch dank Professor Michitsch, dessen Frau ich zuvor im Gymnasium in Englisch hatte – neben der italienischen auch die englische Sprache, und spiele nahezu schon so lange Gitarre (Western- und E-Gitarre) wie ich fotografiere. Und außerdem bin ich Vater von drei Kindern zwischen 7 und 19 Jahren.“

Vielen Dank, lieber Hannes Pacheiner, und bis bald an der Bar in der KTS!

Daniel Fleischhacker


Ist als Senior Controller kaufmännisch und strategisch für eine Flughafen-Gesellschaft zuständig und berate „seine Geschäftsführung“ in ihren Entscheidungen.

Heute möchten wir wieder einen unserer Absolventen vorstellen, dem die Entwicklung eines aktiven Absolventennetzwerks besonders am Herzen liegt und der sich auch schon in einer wissenschaftlichen Arbeit Gedanken über die Weiterentwicklung der KTS gemacht hat. Daniel Fleischhacker hat die 5-jährige Höhere Lehranstalt für Tourismus im Schuljahr 2011 abgeschlossen und unmittelbar mit dem Bachelorstudium Tourismusmanagement beim IBS in Bad Vöslau begonnen. Aber lassen wir ihn selbst erzählen:

„2006 begann meine Ausbildung an der KTS. An den ersten Tag kann ich mich noch genau erinnern. Alle standen am Fuße der „Treppe zum Erfolg“, kaum jemand kannte einen anderen, wir verfolgten aufgeregt die Begrüßung und dann wurden einem Klassenvorstand zugeteilt. Die Schulzeit erlebte ich neben den allgemeinen Höhen und Tiefen eigentlich immer als eine spannende Zeit, in der sich zahlreiche Freundschaften entwickelten. Noch heute erzählt man in der KTS von unserer Klassengemeinschaft und den damaligen Erlebnissen. Als ich dann später auch als Schülervertreter aktiv war, konnte ich als „Diplomat“ stets das Beste für uns Schüler ausverhandeln. Mit den Ergebnissen waren aber beide Seiten zufrieden. Dieser gute Kontakt zu den Lehrern bzw. zur Schule hat sich bis heute aufrechterhalten.

Im Sommer 2012 übersiedelte ich dann nach Wien, wo ich nach wie vor wohne und arbeite. Nach dem Bachelor begann ich ein Masterstudium im Bereich „Internationales Tourismusmanagement“. Bereits während des Studiums legte ich den Grundstein für eine Karriere am Flughafen Wien-Schwechat. Anfangs war ich dort im Passagier-/Servicebereich tätig, wenig später bot sich mir eine Aufstiegschance in die Finanzabteilung einer Konzerngesellschaft der Flughafen Wien AG. Schlussendlich konnte ich die Entscheidungsträger von meinem Können und Engagement überzeugen und die neue Stelle antreten. Diese lässt sich gar nicht eindeutig beschreiben und ist daher als sehr vielfältig anzusehen. Seit vorigem Jahr bin ich als Senior Controller kaufmännisch und strategisch für eine Flughafen-Gesellschaft zuständig und berate „meine Geschäftsführung“ in ihren Entscheidungen. Zu den klassischen Tätigkeiten gehören hierbei auch die Personalplanung, Budgetierung, Überwachung der aktuellen Lage und Entwicklung des Unternehmens, Erstellung von Hochrechnungen sowie die Steuerung. In einer zweiten Funktion bin ich für eine weitere Tochtergesellschaft für das „Interne Kontrollsystem“ zuständig. Hierbei gilt es Geschäftsprozesse zu erfassen, zu kontrollieren und etwaige Abweichungen aufzuzeigen. Genauigkeit und ein breites Verständnis über alle Unternehmensbereiche und darüber hinaus sind u.a. hier die Anforderungen. Das Schönste daran ist, dass sich diese Tätigkeit keinesfalls auf den Schreibtisch beschränkt. Da sich unsere Prozesse über den gesamten Flughafen erstrecken, verlagert sich mein Arbeitsplatz auch auf das Vorfeld oder zum Luftfahrzeug. Interessant sind immer wieder neue Projekte, bei denen ich im Rahmen des Projektmanagements beteiligt bin. So wird beispielsweise ein neues System oder eine neue Dienstleistung von der Idee über die Planung, Schulung der Mitarbeiter, bis zur Implementierung mitunter von mir begleitet.

Da ich von der Arbeit einen engagierten und ambitionierten Lebensstil gewohnt bin, gestaltet sich meine Freizeit auch sehr aktiv. Aktiv nicht nur für mich selbst, sondern im Rahmen der „guten Sache“. Als aktives Mitglied und Funktionär bin ich seit über 10 Jahren bei der Wasserrettung am Faaker See tätig. Als Rettungsschwimmer und Schiffsführer erlebt man da schon die eine oder andere herausfordernde Situation. Im Jahr 2015 übernahm ich zudem das Referat für Öffentlichkeitsarbeit in der Landesleitung der Kärntner Wasserrettung. Auch wenn es mitunter sehr anstrengend ist, dieses Engagement und den Beruf „unter einen Hut“ zu bringen, freut es mich immer wieder - gemeinsam mit meinen Kollegen - diesen freiwilligen Dienst zu leisten. Neben den unzähligen ehrenamtlichen Stunden bleiben einem besonders die positiven Einsätze in Erinnerung.“

Vielen Dank lieber Daniel, wir hoffen, dass du weiterhin aktiv am Absolventennetzwerk mitarbeitest und freuen uns immer, wenn du zu uns in die KTS kommst!!!

Gerfried Zmölnig


Dass das Leben nach der KTS alles andere als langweilig ist, ...

... das beweist unser Absolvent der Woche Gerfried Zmölnig. Als Geschäftsführer von IP Media ist er verantwortlich für die Planung und das Management von Großevents.

„Nach meiner Matura im Jahr 1994 verbrachte ich über drei Jahre auf Reisen. Vom Barkeeper auf den Seabourn Luxuskreuzfahrtschiffen über Kellner auf Key West bis hin zum Production Assistant bei Sandra Bullocks „Speed 2“ Hollywood Blockbuster war so ziemlich alles dabei, was man sich vorstellen oder auch nicht vorstellen kann. Von 2000 bis 2002 arbeitete ich für die Eventmanagementfirma IP Media Marketing und war Mitarbeiter der ersten Stunde bei der „Starnacht am Wörthersee“. Einem alten Freund und Wegbegleiter half ich dann Hotels in Tirol und Salzburg zum Erfolg zu führen. Einmal war ich sogar sehr unerfolgreich als Gastwirt selbständig und musste lernen, dass harte Arbeit nicht immer von Erfolg gekrönt sein muss. Neben meiner Arbeit absolvierte ich 2002 den Universitätslehrgang für Tourismusmanagement und wechselte danach in die Beratungsfirma TAO Beratung & Management von Sieghard Preis, in der ich vor allem im Managementbereich der Kärnten Power Card und Kärnten Card für das Marketing verantwortlich war. Im Jahr 2006 holten mich Martin Ramusch und Seppi Eigensperger in die IP Media Marketing zurück, um in diversen TV Produktionen im In und Ausland als Projektleiter zu arbeiten. Im Jahr 2010 wurde ich Prokurist der IP Media und seit 2013 bin ich deren Geschäftsführer und Gesellschafter. 2015 kam es zusätzlich zur Gründung der IP Media Deutschland, deren Geschäftsführer und Gesellschafter ich ebenfalls bin.

Unter anderem veranstalten und produzieren wir TV Sendungen wie den Musikantenstadl, diverse Starnächte, das ORF Frühfernsehen „Guten Morgen Österreich“, Theater- und TV- Produktionen für den Bayerischen Rundfunk, den Mitteldeutschen Rundfunk und das Schweizer Fernsehen. Unser wichtigster Auftraggeber war und ist aber nach wie vor der ORF. Wir sind mittlerweile einer der größten TV Produzenten Österreichs und Arbeitgeber für über 100 Vollbeschäftigte und Freiberufler in mehreren europäischen Ländern. Als eines der vielen Highlights kann ich die Verantwortung für das Showmanagement des „Eurovision Songcontests“ 2015 in Wien hervorstreichen, aber auch die Abwicklung von Großevents wie Andy Borgs letztem Musikantenstadl in der Arena von Pula oder das Public Viewing für über 15.000 Personen auf der Kaiserwiese im Rahmen der „Euro 2008“ werden mir unvergesslich bleiben.

Als Absolvent der KTS steht einem die Welt offen und auch Lebenskünstler finden früher oder später ihre wahre Berufung. Verlässlichkeit, Belastbarkeit, Flexibilität und die Fähigkeit, unter Druck immer noch freundlich und professionell als Dienstleister zu arbeiten und am Ende zu einem bestimmten Zeitpunkt ganz einfach „abzuliefern“, das habe ich unter anderem auch in der KTS gelernt.“

Vielen Dank, lieber Gerfried Zmölnig, alles Gute weiterhin und bis bald in der KTS.

Bilder: Gerfried Zmölnig

Kerstin Fritz


Nach weniger als 10 Jahren an der Spitze eines Hotels!

Es freut uns ganz besonders, KTS-Absolventinnen vorzustellen, die es an die Spitze eines Hotels geschafft haben. Und das ist Kerstin Fritz nach weniger als 10 Jahren beruflicher Praxis gelungen!

Sie erzählt von ihrem spannenden Karriereweg: „Ich habe den Abschluss der 5-jährigen Ausbildung im Jahr 2006 gemacht. Da ich im elterlichen Betrieb aufgewachsen bin, war es von Anfang an klar, dass sich mein beruflicher Weg Richtung Hotellerie/Gastronomie entwickeln wird. Die fünf Jahre in der KTS waren für mich sehr interessant und vor allem die praktischen Fächer haben immer sehr viel Spaß gemacht.

Nach meinem Abschluss startete ich in Tirol in privat-geführten Familienhotels im 4*Superior sowie im 5* Bereich. Ich durchlief alle klassischen Stationen wie F&B, Rezeption und Reservierung. Zwei Jahre später wechselte ich zu den Falkensteiner Betrieben – Bereich Sales & Marketing sowie Bankett.

Von 2009 bis 2015 übernahm ich die Sales & Marketing- Leitung im Holiday Inn & Congress Center Villach und von 2015 bis 2017 leitete ich das Hotel Daniel – Weitzer Hotel in Graz. Am 01.03.2017 durfte ich die Leitung des Holiday Inn & Congress Center Villach übernehmen. Dieser Job ist sehr abwechslungsreich, zeitintensiv und bringt viel Verantwortung mit sich, aber es macht mir unglaublich viel Spaß. Mit meinem guten Team im Hintergrund fallen uns ständig neue kreative Projekte ein, die mit viel Engagement und Motivation umgesetzt werden. Erst im April wurde unsere Lagana Bar nach zweiwöchiger Umbauphase wieder in neuem Glanz eröffnet.

Es ist wichtig, immer am Laufenden zu bleiben und mit der Zeit zu gehen. Gerade in der Hotellerie muss man auf viele Bereiche gleichzeitig achten, aber gerade das ist es, was mir Freude bereitet.

Ich kann nur jedem raten, der wie ich wusste, dass er im operativen Bereich bleiben möchte, unmittelbar nach dem Abschluss der 5-jährigen Tourismusschule ins Berufsleben überzugehen, um so früh wie möglich Erfahrungen in den verschiedensten Betrieben zu sammeln.

Vielen Dank, liebe Kerstin Fritz, und viel Spaß und Erfolg als Direktorin des Holiday Inn und da Sie ja in nächster Nähe Ihrer alten Schule wirken, würde uns ein Besuch an der KTS sehr freuen.

Philipp Strasser


Ich bin noch lange nicht an meinem beruflichen Ziel angelangt!

Wir versuchen immer einen guten Mix an Absolventen und Absolventinnen vorzustellen. Heute haben wir wieder einen relativ jungen Absolventen interviewt, der durch Fleiß und Engagement Karriere im Tourismus in einem Kärntner Paradebetrieb macht und seinen „Nachfolgern“ in der KTS bereits gute Tipps geben kann:

„Zurzeit knapp vier Jahre nach dem Abschluss an der KTS (05/2013) bin ich als Service-& Bankettmanager im Hotel Sandwirth in Klagenfurt tätig. Mein beruflicher Werdegang führte mich bislang durch Österreich. Ich begann im Kempinski Hotel in Jochberg bei Kitzbühel, in dem ich rasch lernte, dass der Bereich Küche sehr interessant ist, jedoch überhaupt nicht zu mir passt. Anschließend war ich 1 ½ Jahre im Schloss Hotel Seefels im Service tätig. Meine Aufgaben reichten vom Tellertragen über Kofferservice bis hin zum privaten Butler. - Ein hervorragendes Beispiel dafür, dass Erfolg kein Lift, sondern eine Treppe ist und man jede Aufgabe mit Leidenschaft meistern muss. Im Sommer 2014 verließ ich den See, um eine neue Herausforderung im Hotel Sandwirth anzunehmen. Mein Weg begann als Barchef, man bot mir jedoch bereits nach fünf Monaten die Position des Restaurantleiters an. Mit 21 Jahren ein großer Schritt, jedoch nicht unmöglich. Ich finde, dies ist ein perfektes Beispiel dafür, dass Erfolg nichts mit dem Alter, sondern viel mehr mit Motivation, Ausdauer und Willensstärke zu tun hat. Ich bin noch lange nicht an meinem beruflichen Ziel angelangt, jedoch habe ich schon einen großen Schritt in die richtige Richtung getan. Ich appelliere an die Schüler, ihre Ziele bis zum Erfolg im Visier zu halten, um später die Lorbeeren zu ernten! PS: Die Abschlussprüfung ist nicht so schlimm wie sie scheint.“

Vielen Dank, lieber Philipp und bis bald in der KTS.

Erika Palle


... verschiedenste Auszeichnungen, wie z. B. der Tourismus Award im Bereich Sport & Touristik, bester Familienbetrieb Kärntens und zahlreiche Holiday-Check Auszeichnungen

Unsere Absolventin der Woche ist eine ganz tolle und engagierte Hoteliere, die es mit Fleiß, Visionen und dem Rückhalt einer tollen Familie geschafft hat, aus einem kleinen Tourismusbetrieb einen renommierten Leitbetrieb zu entwickeln. Sie ist mit der KTS eng verbunden, sei es, weil sie unseren SchülerInnen sehr gute Praktika in allen Bereichen ermöglicht, aber auch durch ihre drei Kinder Anna, Erland und Thomas, die ebenfalls die KTS besucht haben bzw. immer noch besuchen. Lassen wir Fr. Palle aber am besten selbst erzählen:

„Mein Abschluss ist schon ein bisschen länger her. Zu Beginn meiner KTS-Laufbahn war meine Schwester bereits in der ersten Maturaklasse und später hat mein Bruder parallel die 3-jährige Hotelfachschule besucht. Ich habe 1982 maturiert und unser Jahrgang hatte Ende April sein bereits 35-jähriges Maturatreffen in Berlin. Es war schön zu sehen, dass auch so viele zu dem Treffen kamen, woraus ersichtlich ist, wie sehr diese Schulzeit uns alle geprägt hat.

Nach der Matura habe ich im Sommer im elterlichen Gasthof gearbeitet und bin dann im September mit meiner Freundin Karin Landsmann (KTS-Absolventin) für eine Au-Pair-Stelle nach Paris gegangen. Den folgenden Sommer wollte ich an einem Kärntner See an der Rezeption arbeiten, um anschließend weiter ins englischsprachige Ausland zu gehen. Wie so oft im Leben kommt alles anders, als man denkt, und ich habe im Hotel Alte Post in Feld am See meinen Mann Siegfried (HFS Hofgastein-Absolvent) kennengelernt. Zwei Monate habe ich es dann noch nach London geschafft, aber dann waren die Fußfesseln angelegt. Es folgten 1986 Hochzeit und Geburt unseres ältesten Sohnes Erland (Absolvent und Übernehmer), 1987 Kauf eines gastronomischen Betriebs in Bad Kleinkirchheim, 1989 Geburt unserer Tochter Anna (Absolventin) sowie 1990 Übernahme Hotel Alte Post und Frühstückspension Brennseehof von den Schwiegereltern. Da mein Mann und ich beide begeisterte Touristiker waren und sind, war es unser Ziel, aus dem Brennseehof das beste Familien-Sporthotel Kärntens zu machen. Demzufolge war eine Spezialisierung neben Tennis und Biken auch als Kinderhotel der logische Schritt. Viele intensive Aufbaujahre, geprägt von zahlreichen Investitionen, Innovationen und Expansionen folgten. Vor allem auch die enge Kooperation mit der Sportschule Krainer war für unser Ziel ausschlaggebend. 

Dies dürfte uns nicht so schlecht gelungen sein, denn es folgten verschiedenste Auszeichnungen, wie z.B. der Tourismus Award im Bereich Sport & Touristik, bester Familienbetrieb Kärntens und zahlreiche Holiday-Check Auszeichnungen. Derzeit dürfen wir bei einer Öffnungszeit von 10 Monaten in der Hauptsaison mehr als 300 Gäste in verschiedenen Kategorien verwöhnen.

Im Jahr 2000 folgte die Geburt unseres Sohnes Thomas (derzeit KTS-Schüler) und er setzt damit die kleine KTS-Familiendynastie fort. Ich bin stolz, dass alle Kinder den Weg in die Tourismusbranche gefunden haben. Unser Sohn Erland wird mit seiner Frau Barbara (Absolventin HLF Krems) und unserem Enkelkind Helena in naher Zukunft unseren Betrieb übernehmen. Es freut mich, dass viele KTS-Absolventen ihre Karriere auf der ganzen Welt machen. Noch größer wäre meine Freude, wenn noch mehr junge Leute mit ihrem touristischen Know-how den Weg zurück ins schöne Kärnten fänden, da gerade unser Bundesland so viel touristisches Potenzial bietet und gut ausgebildete Leute gebraucht werden.
Vielen Dank, liebe Fr. Palle, und bis bald in der KTS.

 

Stefanie Mössler


... entdeckte im Winter 2013 ihre Leidenschaft zum Freestyle-Skifahren.

Unsere Absolventin der Woche heißt Stefanie Mössler und ist uns noch als extrem fleißige und zielstrebige Schülerin in guter Erinnerung, hat sie doch erst im Jahr 2011 die KTS verlassen.

Stefanie erzählt von ihren Jahren nach der KTS: „Ich habe wahrscheinlich einen etwas ungewöhnlichen Weg nach dem Abschluss der KTS eingeschlagen. Durch meine Liebe zur Natur inskribierte ich mich im Herbst 2011 für das Bachelorstudium „Umwelt- und Bioressourcenmanagment“ an der Universität für Bodenkultur in Wien, welches ich im Herbst 2016 abschloss. Wie das Leben jedoch so spielt und der Zufall es wollte, entdeckte ich im Winter 2013 meine Leidenschaft zum Freestyle - Skifahren. Wöchentlich pendelte ich zwischen Wien und den Bergen. Recht schnell bekam ich meine ersten Sponsorengelder, was eine Entlastung meines Studentenkontos bedeutete. 2015 startete ich bei meinen ersten FIS Wettkämpfen und schaffte es bei der Universiade in Granada auf Anhieb auf das Stockerl (dritter Platz). Durch weitere Top-drei Ergebnisse konnte ich mich für den ÖSV Kader qualifizieren. Im darauffolgenden Jahr 2016 heimste ich zum ersten Mal den Vizestaatsmeistertitel in der Disziplin Slopestyle ein, diesen Erfolg konnte ich im heurigen Jahr wiederholen. Doch ich beschränke mich nicht auf Wettkämpfe. Was ich so an dem Sport liebe, ist das Produzieren von Filmen und Fotos darüber. Ein paar habe ich „mitgebracht“. Sehen Sie also am liebsten selbst, was ich in den letzten Jahren so erlebt habe.

Momentan verfolge ich in Innsbruck das Masterstudium „Globaler Wandel und regionale Nachhaltigkeit“, wobei ich mich auf alpine Naturgefahren und Mountain Tourism spezialisiere.“

Vielen Dank, liebe Stefanie, alles Gute und weiterhin viel Erfolg im Sport und im Beruf! Bis bald in der KTS.

Magdalena Stefanie Auer


„Head of Solutions“ beim Fashion-Startup-Label MADAME KUKLA

Unsere Absolventin der Woche hat im Jahr 2012 die KTS abgeschlossen und man kann wirklich behaupten, dass ihr Karriereweg ein ganz besonderer ist. Die 24-jährige Metznitzerin ist nun „Head of Solutions“ beim Fashion-Startup-Label MADAME KUKLA. Wie es dazu kam, dass es sie nach der KTS in die Modewelt gezogen hat, beschreibt sie so:

„2012 maturierte ich an den Kärntner Tourismusschulen und danach zog es mich nach Wien, wo ich zu studieren begann und nebenbei immer wieder als Hostess, Servicekraft und Promotorin arbeitete. Nach ein paar Studienwechsel (IBWL, Transkulturelle Kommunikation), startete ich schließlich ein passendes Studium an der Uni Wien (Kultur- und Sozialanthropologie) und war von Anfang an superhappy damit.  Die vielseitigen Lernbereiche, verschiedene Kulturen kennenlernen und mit tollen StudienkollegInnen zusammenarbeiten – ich war von Anfang an mit Freude und Interesse dabei.

Als ich begann, meine zwei Bachelorarbeiten zu verfassen, wollte ich beruflich noch aktiver werden und bewarb mich initiativ bei einem Fashion-Startup-Label. Ich wurde durch Laura Karasinski (top Grafik-Designerin) auf das Business aufmerksam, da sie die Homepage für KUKLA gestaltete. Ich arbeite mit Dr. Stefanie Kukla nun schon über ein Jahr zusammen am Label Madame Kukla (www.madamekukla.com). Wir sind eine Zwei-Frauen-Powershow, kreieren jeden Tag auf’s Neue Ideen und ergänzen uns in allen Businesslagen super.

Stefanie entwarf 2015 ein variables Kleidungsstück, welches Frau als Kleid, Poncho, Cape, Top, Rock, etc. tragen kann und somit von Business bis Casual immer perfekt gekleidet ist. Dieses sogenannte KUKLA gibt es in verschiedenen Farben und Stoffen, ist ein One-Size Produkt und wird mit viel Liebe in Europa produziert und in Wien vernäht. Das KUKLA wird mit einem (oder mehreren) Clips gewrappt und somit kreiert jede Frau ihre Einzelstücke.

Durch die Teilnahme an der TV-Show „2 Minuten 2 Millionen“ auf PULS 4 begeisterten wir 2 Investoren – H. P. Haselsteiner (ehemaliger STRABAG Boss) und Michael Altrichter. Seitdem ist unsere Medienpräsenz enorm gestiegen und wir zieren laufend Magazine und sind auf diversen Events vertreten, bzw. im TV zu sehen.

Im letzten Jahr war ich in New York und London unterwegs für Shootings und heimste einige Kooperationen ein - beziehungsweise wurde ich in New York von der Außenwirtschaft Österreich unterstützt. Der Profi-Fußballer Christian Fuchs fand Gefallen an KUKLA und wir waren zusammen mit seinem Label NoFuchsGiven am Laufsteg in England. Anouk Kos, welche auch im gleichen Jahr mit mir an der KTS maturierte, arbeitet für das Label NoFuchsGiven und eine Eventagentur in New York, und somit meisterten wir dieses Projekt mit viel Freude gemeinsam, da uns seit der Zeit in der KTS eine innige Freundschaft verbindet.

Für dieses Jahr hat Madame Kukla viel vor – neue Produkte sind in der Pipeline, viele Shootings und der Marktstart für Deutschland wartet auf uns.

Zwischendurch verbringe ich Inspirations- und Impressionszeit im Ausland, wie gerade eben auf Sansibar. Ich nutzte die Wochen, um meine Batterien wieder aufzuladen und hatte auch ein kleines Shooting für unser Label. Ich bin auch seit ein paar Wochen als Bloggerin unterwegs für den Travel-Hotel-Food-Lifestyle-Blog www.breezybalance.com.

Die Tourismusbranche lässt mich weiterhin nicht los und ich besuchte auch auf Sansibar ein paar großartige Hotels, mit denen Kooperationen entstanden.

Ich bin sehr dankbar für die wunderbare Zeit an den Kärntner Tourismusschulen, freue mich auf die neuen Challenges und auf einen baldigen Besuch in der KTS! Alles Liebe aus Wien

Vielen Dank, liebe Magdalena, wir freuen uns schon riesig auf deinen Besuch in der KTS!

Katharina Rainer-Valtiner


Hat sich dem Karriereweg Patisserie verschrieben.

Heute dürfen wir unsere erste Absolventin der Woche vorstellen, die sich dem Karriereweg Patisserie verschrieben hat. Katharina Rainer-Valtiner hat im Jahr 1994 das Kolleg für Tourismus abgeschlossen. Ihre Verbundenheit zur KTS ist auch deshalb sehr eng, weil ihr Sohn gerade die 5-jährige Höhere Lehranstalt für Tourismus besucht.

Aber lassen wir sie selbst von ihrem „süßen“ Werdegang erzählen: „Ich habe 1992 in der HAK-Villach maturiert. Mit damals 19 Jahren habe ich mich erst nach dieser Matura dazu entschlossen, den Weg in den Tourismus einzuschlagen. Ich besuchte daraufhin das Tourismuskolleg der KTS Villach. Diese Art der weiteren Ausbildung war damals ganz neu. Unser Klassenraum befand sich im Untergeschoß der Friedensschule. Nur zu den praktischen Fächern gingen wir ins Hauptgebäude beim Congresscenter. Ich habe diese 4semestrige Ausbildung sehr genossen. Neben der sehr intensiven praktischen und theoretischen Ausbildung hatten wir auch viel Spaß. Meine Sommerpraktika absolvierte ich in Florenz bzw. in Grado im Hotel Savoy, um neben einer fachlichen Weiterbildung auch meine Italienischkenntnisse aufzubessern.

Nachdem wir zu hause einen Traditionsbetrieb - die Konditorei und das Restaurant RAINER am Kirchenplatz in Villach – haben, absolvierte ich nach der schulischen Ausbildung auch noch die Konditorausbildung. Dies war für mich persönlich sehr wichtig, um auch fachlich in der Berufswelt bestehen zu können. Unser Unternehmen mit 20 Mitarbeitern führe ich mittlerweile in der fünften Generation.

1997 und 1999 kamen meine Söhne zur Welt. Mit der Unterstützung meiner Eltern und meines Mannes war es möglich, Familie und Beruf unter einen Hut zu bekommen. Diese ersten Jahre waren sehr intensiv und ich ging oft an meine Grenzen. Aber das Arbeiten mit dem Gast, die Mitarbeiterführung und das ständige Weiterentwickeln des Betriebes hat mir immer sehr viel Spaß bereitet.

Das Arbeiten in der Gastronomie ist sehr abwechslungsreich und spannend. Man sollte nach der Matura verschiedene Sachen ausprobieren. Dies kann im Tourismus sein, aber durchaus in einer ganz anderen Branche. Man weiß nie was das Leben und die Arbeitswelt für einen bereit hält. Aber eines ist ganz wichtig: Egal was man macht, glücklich sollte man dabei sein!

Vielen Dank, liebe Frau Rainer-Valtiner und bis bald in der KTS.

http://www.konditorei-rainer-restaurant.at/

Sigi Neuschitzer


Unser Absolvent der Woche hat im Jahr 1976 die KTS absolviert und man kann ihn getrost als „touristisches Urgestein“ bezeichnen.

Er hat mit innovativen Ideen die österreichische Tourismuslandschaft mitgeprägt und ist erfolgreicher Begründer und Weiterentwickler der Angebotsgruppe Europa Kinderhotels.

Nach seinen Anfängen und seiner Schulzeit gefragt, erzählt er: „Meine KTS Zeit war 1973 – 1976. Die fünfjährige KTS hat es noch nicht gegeben. Ich muss aber sagen, dass die Ausbildung als Grundstock sehr, sehr gut war. Nach der der Schule hat es mich auf die Sagafjord verschlagen. Ich arbeitete 8 Monate auf diesem Luxusdampfer in der Karibik und hatte auch die Möglichkeit, eine Weltreise mitzumachen. Einige Saisonen hab ich dann noch im Kleinen Walsertal und in Abtenau gearbeitet.

Leider ist meine Mutter sehr früh verstorben. Sie war eigentlichen die Chefin im seinerzeitigen Kurhotel, mein Vater der Masseur. Mit 22 Jahren gab er mir die Tresorschlüssel mit den Worten: Jetzt bist du der Chef. Bitte merke dir aber, wenn es dir gut geht, geht’s mir auch gut. Schon nach zwei Jahren merkte ich, dass die Kurpension nicht meine touristische Zukunft sein wird. Durch Zufall ergab sich eine ganz neue Idee. Unser Geschäftsführer des Lieser-Maltatales ist Vater geworden. Wir haben seinen Sohn gefeiert. Zu fortgeschrittener Stunde kam Karl Riegler auf die Idee, in der Region „Babyurlaub“ anzubieten. So wurde dann aus dem Kurhotel Österreichs 1. Babyhotel. 3 Gitterbetten, 3 Hochstühle und 3 Flaschenwärmgeräte wurden gekauft und los ging es.

Schon nach der ersten Presseaussendung kamen viele Presseanfragen. Sogar die Bild am Sonntag widmete uns (3 Männer machen ein Babyhotel – Hotel zur feuchten Windel eröffnet) 3 Seiten Berichterstattung.

Der Erfolg des Babyhotels – daraus wurden nach einigen Jahren die Europäischen Kinderhotels (mein jetziger Partner und auch KTS Schulabgänger Gerhard Stroitz war Mitbegründer und ist auch GF der Gruppe) liegt an der konsequenten Produktenwicklung und natürlich auch an der perfekten Vermarktung des Produktes. Ich hatte schon vor 30 Jahren die Idee, auch die Industrie zu kontaktieren und unsere Produkte in Kooperation zu vermarkten. Heute sind Weltkonzerne wir HIPP, Jako o, Toys rus, Deichmann, xxxLutz, Fussl Modestraße unsere langjährigen Partner und transportieren die Marke Original Kinderhotels Europa durch ganz Europa und teilweise auch nach Übersee.

Vielen Dank, lieber Siggi Neuschitzer, alles Gute weiterhin und bis bald in der KTS.

www.babyhotel.com
www.familiental.com
www.kinderhotels.com
www.familyselecthotels.cc

Fabian Humnig


Bereits während seiner Ausbildung galt seine Liebe dem Fach Kochen!

Unser Absolvent der Woche hat die KTS im Jahr 2011 absolviert. Bereits während seiner Ausbildung galt seine Liebe dem Fach Kochen! Unser bescheidener Absolvent ist kein „Mann der Worte“, dafür umso mehr ein „Mann der Töpfe“. Unter dem Motto - back to the roots – kochte der Küchenchef, Restaurantbesitzer und Absolvent der Kärntner Tourismusschule Fabian Humnig kürzlich an seiner Ausbildungsstätte. Mit seinem Mentor und ehemaligen Kochlehrer OSR Manfred Zerava gab er sein Wissen und seine Erfahrung als Gastkoch an die ambitionierten SchülerInnen der 4 AT im Unterricht Abendrestaurant weiter.

Nach mehreren Stationen in verschiedenen Toprestaurants in Wien wie im japanischen Restaurant „SHIKI “, dem Nobelitaliener „FABIOS“ und dem Restaurant „ARTNER“ vom gleichnamigem Weingut, kocht er jetzt in seinem eigenen Restaurant und Gasthof „FERM“ in Schiefling in Kärnten und lebt dort die typische Kärntner Schmankerlküche in einem stressfreien Ambiente.

Alles Gute weiterhin, lieber Fabian, und hoffentlich bis bald in der KTS.

Anna Geiger-Vergeiner


2012 übernahm ich die Führung unseres Hotels Vergeiner’s Hotel Traube Lienz.

Wir sind immer ganz stolz, wenn wir über unsere Absolventen berichten, die Karriere in aller Welt machen. Genauso stolz und dankbar sind wir aber, dass es auch Absolventen und Absolventinnen gibt, die in der Heimat bleiben bzw. wieder dorthin zurückkehren und Verantwortung in ihren eigenen Betrieben übernehmen. So eine sympathische und kompetente Powerfrau ist Anna Vergeiner, die von ihren Karrierestationen berichtet:

„Für mich war immer schon klar, ich möchte in der Hotellerie arbeiten. Nicht nur weil wir mittlerweile unser Hotel Traube in Lienz in der fünften Generation führen, sondern auch weil es mir immer schon Spaß gemacht hat, mit Menschen zu arbeiten. Da war das Naheliegendste, eine Tourismusschule zu besuchen. Nach dem Tag der offenen Tür in der KTS stand für mich sofort fest, da wollte ich hin. In den fünf Jahren habe ich nicht nur theoretisch und fachlich viel gelernt, ich habe etwas fürs Leben mitgenommen. Spaß an der Arbeit zu haben ist das Um und Auf! - Sei es mit meinen Mitschülern oder auch mit unseren Lehrern.

Bereits bei meinen Praktika konnte ich viele Erfahrungen sammeln, wie zum Beispiel in der Küche des Hotel Schloss Seefels oder als Trainee im Kempinski Airport München (mittlerweile Hilton).

Nach meinem Abschluss 2005 hatte ich die große Ehre, als Managementtrainee im Hotel Sacher Wien zu beginnen. In einem Jahr sammelte ich Erfahrungen in den Bereichen F&B Management, Housekeeping, Sales und Marketing sowie Rezeption. Schon bald wurde mir klar, dass mir der direkte Kontakt mit dem Gast wichtig ist, und somit blieb ich an der Rezeption. Nach zwei schönen Jahren in Wien wollte ich mich weiterentwickeln und ich arbeitete in Rom in der Dependance des Hotel Hassler und dessen Weinakademie an der Rezeption. Aber es zog mich doch wieder nach Wien und ich kehrte ins Hotel Sacher als Front Office Supervisor zurück. Um meine Berufserfahrung abzurunden, war ich eine Wintersaison in Zürs im Sporthotel Lorünser.

Als ich 2010 in meine Heimat zurückkehrte, stieg ich in unseren Weinhandel ein, wo ich für den Bereich Bestellungen, Kalkulationen und Marketing zuständig war.

2012 übernahm ich die Führung unseres Hotels. Mit einem jungen und dynamischen Team sind wir sehr erfolgreich und es macht uns stets Spaß, unsere Gäste gemeinsam zu verwöhnen. Neben der Arbeit habe ich in zwei Jahren die Unternehmerakademie der ÖHV absolviert. Trotz der Geburt meiner Tochter setzte ich die Ausbildung fort und mein Mann Robert unterstützte mich dabei immer.

Im Hotel- und Gastgewerbe zu arbeiten ist der spannendste und abwechslungsreichste Job, den ich mir vorstellen kann!

Vielen Dank, liebe Anna, und alles Gute weiterhin. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen in der KTS.

Ursula Eggeler


Mein Arbeitsgebiet umfasst die gesamte Organisation der Reisen für Schülergruppen aus ganz Österreich.

Unsere Absolventin der Woche – Ursula Eggeler – hat im Jahr 1994 die KTS abgeschlossen. Ihr Karriereweg hat sie in die spannende Welt der Reiseorganisation geführt. Mit ihrem perfektem fachlichen Knowhow und passgenauer Kundenorientierung ist sie die „gute Fee“ hinter ganz vielen, toll organisierten Schulreisen.

Aber lassen wir sie am besten selbst erzählen: „Meine Schulzeit in der KTS Villach startete 1989 und endete mit der Matura im Jahre 1994. Wir wurden zu Beginn noch in der Stammschule am Europaplatz in Villach unterrichtet. Erst ab der 3. Klasse waren wir dann in der Dependance in der Nähe des Stadtparks in Villach untergebracht. Hier waren die Stimmung und der Umgang etwas lockerer als in der Stammschule und wir hatten viel Spaß gemeinsam.

Ein besonderes Highlight im Rahmen der Sommerpraktika war ein gemeinsamer Aufenthalt mit einer Schulkollegin in der Schweiz: Wir absolvierten ein dreimonatiges Servicepraktikum in einem Hotel oberhalb des Bodensees. Vor allem die Ausflüge nach St. Gallen sind mir in lebhafter Erinnerung geblieben. In Heiden haben wir auch zwei Köche aus Canada kennengelernt und da hab ich dann den Entschluss gefasst, nach der Matura ein Auslandsjahr in Kanada zu verbringen.
Im August 1994 war es dann soweit: Ich flog über den großen Teich nach Vancouver, wo ich neun Monate als Au Pair verbracht habe. Das war eine sehr wichtige Zeit für mich, denn ich wollte unbedingt gut Englisch sprechen lernen und auch zum ersten Mal auf „auf eigenen Beinen“ stehen.

Nach dem Auslandsjahr wollte ich eigentlich einen komplett anderen Berufsweg einschlagen. Ich hatte mich in Wien für die Ausbildung zur Ergotherapeutin angemeldet. Wie so oft im Leben ging es dann aber doch in eine andere Richtung. Die Arbeit in einem Reisebüro reizte mich nämlich auch schon lange und ich bekam eine Stelle in einem Klagenfurter Reisebüro angeboten. Nach einer weiteren Reisebürostation in Hermagor holte mich mein Bruder in sein Bus- und Reiseunternehmen nach Radenthein. Er wollte hier zusätzlich zum Busunternehmen ein Vollservice - Reisebüro aufbauen. Auch nach der Geburt meiner Kinder (2 Mädchen) stieg ich wieder in das Berufsleben ein. Es war damals ein neuer Geschäftsbereich im Aufbau und ich übernahm die Leitung der Schulreisen.

Mein Arbeitsgebiet umfasst die gesamte Organisation der Reisen für Schülergruppen aus ganz Österreich. Gemeinsam mit einer Kollegin planen wir Sportwochen in Kroatien, Österreich Rundreisen, Flugreisen und vieles mehr. Die Lehrpersonen der KTS Villach kennen unsere Sportwochen in Rovinj und Umag und sind bereits treue Stammkunden. Darüber freue ich mich immer sehr.

Die KTS hat mir einen guten Grundstock für meine heutige Arbeit gegeben. Im Reisebürounterricht bei Herrn Krall haben wir wichtiges Grundwissen vermittelt bekommen. Wertvoll für meine tägliche Arbeit sind das Gelernte aus den kaufmännischen Fächern sowie die Sprachen.

Mein Job macht mir sehr viel Freude, es ist nie langweilig. Ich freue mich immer, wenn ich etwas Neues für Schüler und Lehrer ausfindig machen kann. Ein umfangreiches Spezialwissen ist einfach notwendig, um in diesem hart umkämpften Markt Erfolg zu haben. Doch das Wichtigste: Ich kann mit den besonders schönen Dingen des Lebens arbeiten, d.h. Urlaub vermitteln und Urlaub planen!“


Vielen Dank, liebe Ursula und bis bald in der KTS!

Ben Moritz


Sous Chef im Hotspot „Sexy Fish“, einem der renommiertesten Restaurants im Herzen Londons

Nach dem großartigen Auftritt als Gastkoch im Abendrestaurant der KTS unter dem Motto „Back to the roots“ möchten wir gerne Benjamin Moritz als unseren Absolventen der Woche vorstellen!

Ben, wie er in London genannt wird, hat einen sehr außergewöhnlichen Werdegang hinter sich, lobt Fachvorstand Josef Trieb. Er absolvierte schon mit 15 Jahren sein allererstes Pflichtpraktikum im Scott’s Restaurant der berühmten internationalen Restaurant Holding Caprice in London. Weitere Küchenpraktika folgten die nächsten Jahre im Urban Caprice. Nach erfolgreicher Reifeprüfung zog es ihn endgültig nach London ins Le Caprice- ein weiteres Gourmetrestaurant. Dort arbeitete er sich vom Chef de Partie zum Sous Chef hoch.

Im September 2015 bekam er das Angebot, im Hotspot „Sexy Fish“, einem der renommiertesten Restaurants im Herzen Londons, als Sous Chef zu arbeiten.

Benji selbst über seinen Job:

I am fully responsible for the kitchen daily operation and Private dining room: I manage the kitchen staff by training, assigning, scheduling and supervising. In addition, I have control over ordering and quality control on products delivery in order to keep high quality standards, avoid wastage and control stock rotation. I am in charge of maintaining high hygiene standards in the kitchen from preparations until end of service. In addition to that, I usually run the kitchen when our Head Chef is off duty. I also strive to work together with all departments, Head Chef and Executive Chef to improve quality.

Benjamins Ratschlag an unsere Schüler: Jede Erfahrung im Ausland bereichert das berufliche und private Leben!

Alles nur erdenklich Gute auf deinem weiteren Lebensweg, lieber Benji!

Nadja Dotzauer


in ihrer zweiten Hochzeitssaison mit der Agentur Traumhochzeit München

Unsere Absolventin der Woche hat im Jahr 2008 die Kärntner Tourismusschule abgeschlossen und arbeitet selbständig in einem Beruf, von dem viele Schüler/innen träumen. Sie leitet eine Wedding-Planning-Agentur. Bei unserer Kollegstudienfahrt nach München werden wir von ihr persönlich hören, wie aufregend ein Job im Eventmanagement ist. Aber lassen wir sie selbst berichten:

***Von Ehrgeiz, Naivität und ganz viel Glück***

Eigentlich hatte ich bereits einen informativen Text übers Lernen und die vielen Erfahrungen während der Zeit in der KTS vorbereitet. Aber wem soll ich das erzählen? Ihr seid (oder wart) alle hier, weil ihr diese Schule schätzt und über die Vorteile Bescheid wisst. Daher habe ich mich entschieden, ein wenig über mich und meinen persönlichen Werdegang zu berichten:

Mein Name ist Nadja – ich bin kurz vor der großen „30“, habe 4-jährige Zwillinge, einen phantastischen Ehemann und mein eigenes Business. Von mir selbst wage ich zu behaupten, sehr ehrgeizig zu sein – ich hatte keineswegs nur Einser und habe ebenfalls tatsächlich Hausaufgaben hin und wieder noch kurz vor der Stunde geschrieben. Aber ich wusste schon damals, dass ein Frühstückscafé für mich keine Option ist. Ich habe in der Operative alles gegeben, schon während der Schulzeit jeden einzelnen Ferienblock genutzt, um zu arbeiten. Ostern, Weihnachten, Sommer.... eigentlich beinahe durchgehend. Nach den fünf Jahren KTS (und hier möchte ich mich tatsächlich für die großartigen Möglichkeiten zur Entwicklung innerhalb der Schule bei allen Lehrern/Professoren bedanken!) entschied ich, zu der hervorragenden Theorieausbildung noch einen praktischen Teil an den Lebenslauf zu hängen.

Ein Management-Traineeprogramm über 1,5 Jahre bei einem der größten Privatgastronomen Deutschlands stellte sich dann auch im Nachhinein als eine der besten Entscheidungen überhaupt heraus. Von tiefgreifenden Einblicken in die verschiedensten Bereiche, geknüpften Kontakten und der praktischen Umsetzung des theoretisch Gelernten profitiere ich bis heute.

Mit 21 Jahren, nach einem kurzen Zwischenstopp in einer Eventfirma, hatte ich mein erstes Ziel erreicht – Restaurantmanagerin in einem Münchner 4-Sterne-Hotel. Klingt prima, oder? Tatsächlich ging ich selbst sehr naiv an diese Geschichte heran. Aber: Learning by doing! Dank meinem damaligen Hotelmanager Herrn Werner habe ich sehr viel über mich selbst, die Mitarbeiterführung und auch den Umgang mit „Befehlen von oben“ gelernt. Er war es nie leid, mich zu unterstützen und zu fordern.

Nach einem Zwischenstopp in einer weiteren Firma war ich dann plötzlich schwanger und stand zwei Tage nach der Unterschrift zum Vertrag für meinen absoluten Traumjob vor der Frage: „Uff – und jetzt?“. Hier möchte ich sagen, es kommt erstens anders und zweitens als man denkt.

Die ersten zwei Jahre nach der „Diagnose“ Zwillinge drehten sich natürlich ausschließlich um das Thema: Wie manage ich eine Familie? Dennoch - schon während des ersten Jahres Elternzeit stand für mich fest, dass zuhause zu sitzen, kochen und Kinder hüten alleine für mich keine Optionen sind. 2013, ein paar Monate nach der Geburt, gründeten mein Mann und ich also unsere erste Firma.

Zwei Jahre später stieß ich dann durch Zufall auf die Agentur Traumhochzeit – ein Franchiseunternehmen für Hochzeitsplaner.

Wir mussten wir nicht lange überlegen - der Standort München war noch nicht belegt und nach einer relativ kurzen Bewerbungsphase unterschrieb ich den Franchisevertrag.

Heute, 2017, bin ich in meiner zweiten Hochzeitssaison mit der Agentur Traumhochzeit München. Meine ganze Erfahrung davor ist natürlich mein Fundament – die Kenntnisse im Eventbereich sind unerlässlich. Mittlerweile habe ich bereits drei phantastische Mitarbeiterinnen an meiner Seite. Ich habe alleine bis Mai dieses Jahres elf Hochzeiten, darf nebenbei noch seit kurzem mit einer Fernsehproduktion ein paar Serien drehen, bin Aussteller auf Messen...

<>Hochzeitsplanung klingt romantisch, ist aber tatsächlich einfach ein knallhartes Business wie jedes andere eben auch. Keine Kundenbindung, keine Stammkunden, meist Abendtermine, an Wochenenden Hochzeiten - 40-Stunden-Wochen sind ohnehin selten.

Dennoch habe ich für den Moment meinen Traum erreicht. Ich bin dankbar für die tollen Menschen, mit denen ich arbeite, sowie für alles, was ich auch hier wieder lerne. Es ist für mich persönlich ein ganz großer Entwicklungsschritt. Aber natürlich endet mein Traum hier nicht.

In zwei Jahren kommen meine Zwerge schon in die Schule – und bis dahin habe ich noch einiges vor.

Vielen Dank, liebe Nadja, und bis bald in München!

Julia Zraunig


hat in Wien als Travel- und Eventmanagerin Fuß gefasst.

Unsere Absolventin der Woche ist Julia Zraunig, eine ganz besonders herzliche und fröhliche Oberkärntnerin, die gerade das zehnjährige Klassentreffen für ihre Klasse organisiert. Sie kann bereits auf eine spannende Berufskarriere zurückblicken und hat in Wien als Travel- und Eventmanagerin Fuß gefasst.

„Nach meinem Abschluss im Jahr 2007 war ich für ein einjähriges Managementtraineeship mit zwei weiteren KTS - Absolventinnen im Sun Valley Resort, in Idaho/USA. Neben dem Feinschliff in der Sprache und der für mich damals fremden Kultur habe ich besonders im Bereich des Front Office/Reservierungsbereich viel Neues dazugelernt. Die Struktur und Organisation von Wintersportorten in Nordamerika ist nicht mit jenen in Europa zu vergleichen.

Während der Nebensaison konnte ich viele Reisen quer durch die USA unternehmen und das Land kennenlernen. Auf den Auslandaufenthalt folgten das Bachelor- sowie das Masterstudium für „Strategisches Management in der Tourismus- und Freizeitwirtschaft“ am MCI Management Center Innsbruck. Mein Pflichtpraktikum absolvierte ich im Events- und Ceremony Department der Youth Olympic Games 2012 in Innsbruck. Während des Studiums führten mich weitere Stationen nach Barcelona und auf Studienreise nach Asien. Ein Highlight meines Studiums war die Auszeichnung meiner Masterarbeit zum Thema „Anforderungen an Führungskräfte im Tourismus aus Sicht der Generation Y“, welche von der DGT (Deutsche Gesellschaft für Tourismus eV) auf der ITB 2015 als beste deutsche Nachwuchsarbeit ausgezeichnet wurde. Für meinen empirischen Teil haben mich damals auch zahlreiche Schüler/Innen aus der KTS beim Ausfüllen der Fragebogen unterstützt, wofür ich mich sehr gerne auf diesem Weg bedanken möchte. Die letzten zwei Jahre hat es mich nach Wien verschlagen, wo ich als Travel- und Event Manager in einer medizinischen Gesellschaft europaweite Kongresse mitorganisiert habe.

Für mich war die KTS das Tor in die Welt und der Beginn meiner touristischen Laufbahn. Es werden den Schülern fachliche und soziale Kompetenzen vermittelt, die mir persönlich in vielen privaten und beruflichen Bereichen weitergeholfen haben. Besonders möchte ich aber auch die tollen Freundschaften hervorheben, welche während der Schulzeit geknüpft wurden und hoffentlich noch lange anhalten werden.

Mein Tipp an die nächsten KTS-Absolventen schließt an vorherige Empfehlungen an: Geht ins Ausland, lernt Sprachen, seid mutig und vor allem habt Spaß an dem, was ihr macht!“

Vielen Dank und alles Gute, liebe Julia, und bis bald in der KTS!!!

Franziska Staber


hat einen außerordentlich beeindruckenden Karriereweg abseits der Tourismusbranche eingeschlagen.

Unsere Absolventin der Woche hat einen außerordentlich beeindruckenden Karriereweg abseits der Tourismusbranche eingeschlagen und als ihr Betätigungsfeld die internationale Politik gewählt. Erste Einblicke in diesen spannenden Bereich konnte sie als Praktikantin bei der CTBTO in Wien erlangen, und ab 2010 war sie im Bildungsministerium Abteilung für EU- Koordination tätig und u.a. 2 Jahre für Erasmus+ zuständig. Die bisher höchste Karrierestufe hat sie 2015 erklommen und ist seitdem als Bildungsattachée an die Ständigen Vertretung Österreichs bei der EU in Brüssel entsendet. Zu ihren Aufgaben zählt die Vertretung der österreichischen Position in den jeweiligen Ratsgruppen, d.h. die Verbindung zwischen den EU-Institutionen und dem Ministerium in Wien. Aber lassen wir sie am besten selbst berichten:

„Als ich die Tourismusschule im Jahr 2004 (HLT Schwerpunkt Hotelmanagement) abschloss, wusste ich, dass ich eine Zeit lang ins Ausland gehen wollte, und habe ein Jahr in den USA (Washington DC) als Au pair verbracht. Während dieser Zeit entschied ich mich dafür, in Wien Politikwissenschaften und Internationale Entwicklung zu studieren. Um mein Studium zu finanzieren, jobbte ich nebenbei in verschiedenen gastronomischen Betrieben sowohl im In- als auch im Ausland. Und obwohl mich mein weiterer Berufsweg sehr weit weg von der Tourismusbranche gebracht hat, wurden mir in der KTS wertvolle Kompetenzen vermittelt, die für meine Laufbahn von entscheidender Bedeutung waren.

Dazu gehören soziale Kompetenzen, Serviceorientierung, selbstständiges und proaktives Handeln durch die vielen Praktika, Teamfähigkeit und Stressresistenz (u.a. durch die Arbeit in der Internatsküche), Ausdauer (u.a. durch den Mathematikunterricht) und die Fähigkeit, Initiative zu zeigen. Eine Initiativbewerbung hat mich auch ins Bildungsministerium gebracht. 2015 wurde ich nach Brüssel als Bildungsattaché an die Ständige Vertretung Österreichs bei der EU entsendet.

Erinnerungen an die KTS: Ich verbinde mit der KTS vor allem positive Erinnerungen, da ich sehr nette Leute in der T51 getroffen habe - mit fast allen aus der Klasse, die es nach Wien verschlagen hat, habe ich heute noch sehr viel Kontakt. Natürlich darf auch der Praxisunterricht nicht unerwähnt bleiben, der den Schulalltag ziemlich aufgelockert hat.

Herzlichen Glückwunsch zur spannenden Karriere, liebe Frau Franziska Staber, und bis bald in der KTS!

Katharina Sucur


Die jüngste Absolventin der Woche und Küchenchefin der Bärenhütte, DIE Après-Ski-Hütte am Fuße des Nassfeldes.

Unsere heutige Absolventin hat erst im letzten Juni die Matura an der KTS abgelegt und ist somit die bisher jüngste Absolventin der Woche. Sie ist aber ein Beispiel dafür, dass die KTS – Kärntner Tourismusschule sehr gute Jobchancen für alle bietet, die nach dem Abschluss sofort ins Berufsleben einsteigen möchten. Lassen wir sie am besten selbst erzählen:

„Im Jahr 2016 habe ich die KTS in dem Zweig Hotelmanagement abgeschlossen und stand wie so viele vor der Frage: "Was nun?". Ich wusste, dass mir die Küche, in der ich meine Kreativität entfalten kann, sehr gut liegt, und stieß auf die Anzeige der Familie Gratzer, die eine Küchenchefin für ihren Betrieb, die Bärenhütte, suchte. Diese gilt als DIE Après-Ski-Hütte am Fuße des Nassfeldes.

Nun bin ich seit zwei Monaten im Betrieb und mir gefällt die Arbeit von Tag zu Tag besser. Der Kontakt mit den Lieferanten, die Organisation und die Kontrolle sind die perfekte Herausforderung für mich. Ich bin stolz darauf, all denen, die nicht an mich geglaubt haben, nun beweisen zu können, dass auch ich Potential zur Leitung einer Abteilung habe.

Einen besonderen Dank möchte ich Peter und Hermine Gratzer, den Besitzern der Bärenhütte, aussprechen, die mir ihr Vertrauen geschenkt haben, mit 20 Jahren als frisch gebackene Absolventin einen wichtigen Teil ihres Betriebes führen zu dürfen. Ebenso danke ich Herrn Zerava, bei dem ich meine Leidenschaft für das Kochen entdeckte.

Zum Schluss noch ein Tipp: Es ist keine Schande, nach dem Abschluss nicht zu wissen, wohin man sich orientieren soll. Die Arbeitswelt ist riesig, probiert die verschiedensten Sachen aus, vergesst aber nicht, euer Leben zu leben, und, ganz wichtig, verkauft euch nicht unter dem Wert. Wir wissen, was wir gelernt haben und was wir können. Lasst euch nicht von Jobabsagen entmutigen, denn ein besseres Angebot wartet bereits auf euch.

Alles Gute weiterhin liebe Katharina und bis bald in der KTS!

Wolfgang Fercher


Im November 2016 wurde ihm der Ludwig-Mises-Journalistenpreis der WK Kärnten verliehen.

Unser Absolvent der Woche hat sich eine spannende Karriere außerhalb der Tourismusbranche aufgebaut, ist aber der KTS immer noch verbunden. Im Jänner 2017 ist er als Vortragender bei uns zu Gast und wird mit MaturantInnen und Kollegstudierenden erarbeiten, wie man heute erfolgreiche PR und Medienarbeit im Rahmen des touristischen Marketings macht.

Nach dem Abschluss der KTS im Jahr 2000 hat Wolfgang die Fachhochschule IMC Krems (Tourismusmanagement) abgeschlossen und später auch noch den Master of Arts (Qualitätsjournalismus) an der Donau Universität Krems erworben. Er ist nebenberuflich sowohl an der FH Kärnten als auch an der IMC Krems als Vortragender tätig. Im November 2016 wurde ihm der Ludwig-Mises-Journalistenpreis der WK Kärnten verliehen.

Dass die Worte sein Metier sind, hat schon seine Deutschprofessorin Ingrid Falle bei ihrem einstigen Lieblingsschüler festgestellt. Nach einigen Auslandsaufenthalten (Kreuzfahrtschiff, Südafrika, Russland) und einem Engagement als Redakteur bei Antenne Kärnten ist er nun im Wirtschaftsressort der Kleinen Zeitung in Klagenfurt tätig. In einem seiner pointierten Kommentare beschrieb er die KTS Kärntner Tourismusschule einmal als „Lebensschule“, worauf wir außerordentlich stolz sind.

Wolfgang Fercher erzählt: "Die Zeit an der KTS werde ich immer als eine besondere in Erinnerung behalten, vor allem weil aus einigen meiner ehemaligen Klassenkollegen echte Freunde fürs Leben geworden sind. Es waren fünf Jahre in Villach, die uns im Erwachsenwerden geprägt haben – wir haben unsere Grenzen ausgelotet, viel Spaß gehabt, aber auch Respekt und Disziplin gelernt. Die Ausbildung auf fachlicher und zwischenmenschlicher Ebene habe ich deshalb (fast) immer genossen. Und Zitate so mancher Lehrer finden sich heute noch in meinem Alltagswortschatz. ;-)

Für mich ist die KTS mehr als nur eine solide Basis für eine Karriere im Tourismus, sie ist zudem sicher eine gute Anlaufstelle für die Persönlichkeitsbildung junger Menschen. Kommunikationstalent, Auftreten, Höflichkeit, Begeisterungsfähigkeit – all das ist auch eine ausgezeichnete Grundlage für die berufliche Weiterentwicklung in anderen Branchen.

Mein Tipp für Schüler? Die Zeit genießen, die richtige Mischung aus Spaß und Ernst finden, neugierig, kritisch und open minded bleiben, Fragen stellen, Dinge ausprobieren und nach dem Abschluss vielleicht auch den Mut haben, ungewöhnliche Karrierewege zu gehen."

Vielen Dank, lieber Wolfgang, bis bald in der KTS! Wir freuen uns schon sehr auf deinen Vortrag!

Ingrid Pleschberger


Leitet das International Office der FH des BFI Wien und ist dort für die strategische Planung aller Internationalisierungsmaßnahmen dieser Hochschule verantwortlich.

Unsere Absolventin der Woche, Ingrid Pleschberger, hat im Juni 2009 das Kolleg abgeschlossen und man kann sie wirkliche als Kosmopolitin bezeichnen. Auf die Bitte, einen kurzen Text über ihren Werdegang zu schreiben, lautete ihre Antwort: „ Mache ich gerne, bitte noch ein bisschen Geduld, ich bin über die Weihnachtstage ganz spontan in den Iran gefahren…“

Aber lassen wir sie am besten selbst erzählen: „Die ursprüngliche Entscheidung, das Tourismuskolleg der Tourismusschule Warmbad Villach zu besuchen, traf ich vor mittlerweile neun Jahren aus zwei Gründen. Ich hatte den Eindruck, nach der Matura am Gymnasium nicht genug Praxiserfahrung zu haben und daher für ein Studium nicht bereit zu sein, gleichzeitig fühlte ich mich recht planlos, was meine Studienwahl betraf – ich hatte zu viele verschiedene Interessen.

Mein Praktikum absolvierte ich damals bei einem peruanischen Reiseveranstalter (Cuzco - Qoyllur Tours), um interkulturelle Erfahrungen zu sammeln, und weil mir die Kärntner Heimat zum damaligen Zeitpunkt schon etwas eng geworden war.

Nach bzw. parallel zu meinen anschließenden Studien in Wien (Kunstgeschichte, Vergleichende Literaturwissenschaft und Cognitive Science), in denen ich auch mehrere Auslandsaufenthalte in Spanien und Slowenien wahrnehmen konnte, begann ich an der Universität Wien im Bereich Internationalisierung zu arbeiten.

2016 wurde mir für meinen Einsatz vom Österreichischen Austauschdienst (OEAD) der Erasmus+ Award verliehen und ich wurde zur Erasmus+-Botschafterin für Hochschulbildung in Österreich ernannt.

Mittlerweile leite ich das International Office der FH des BFI Wien und bin dort für die strategische Planung aller Internationalisierungsmaßnahmen dieser Hochschule verantwortlich. Wenige Dinge sind meiner Meinung nach in heutiger Zeit, wo uns so viele Konflikte umgeben, wichtiger als interkulturelles Verständnis und Wissen. Daher bin ich besonders dankbar, dass ich mich diesen Themen an einer Hochschule widmen darf.

Obwohl ich mich nach meinem Abschluss am Tourismuskolleg Warmbad Villach für weitere Studien entschieden habe und nicht den klassischen Weg in die Tourismusbranche wählte, hat diese Ausbildung bei mir den Grundstein für wirtschaftliches Verständnis gelegt. Gleichzeitig habe ich hier gelernt, andere Menschen als Gäste zu behandeln und ihnen das Gefühl zu geben, in meinem Land willkommen zu sein, nicht zu vergessen, wie wichtig Kulinarik und die Kenntnis der eigenen Kultur für den Aufbau internationaler Beziehungen sind.

Zwei Dinge würde ich jungen „KollegianerInnen“ raten: Erstens, versuchen Sie so früh wie möglich Arbeitserfahrung auch neben Ihrer Ausbildung zu sammeln, denn nur so erlangen Sie Kompetenzen, die für weitere Arbeitgeber entscheidend sein werden, und gleichzeitig lernen Sie auch, was Sie wollen. Und dann – machen Sie, was Sie wollen!“

Herzlichen Glückwunsch, liebe Ingrid, zu diesem beeindruckenden Werdegang, viele spannende Projekte weiterhin und bis bald in der KTS.

Maria Radinger


Hat sich als international anerkannte Etikette-Trainerin für Business und Hospitality einen Namen gemacht ...

Diese Woche stellen wir eine ganz besondere Absolventin vor, die seit ihrem Abschluss im Jahr 1984 eine unglaubliche und vielseitige Musterkarriere eingeschlagen und sich als international anerkannte Etikette-Trainerin für Business und Hospitality einen Namen gemacht hat.

Mag. Maria Theresia Radinger, die bereits im elterlichen Betrieb in Steindorf am Ossiachersee Gastronomieerfahrung „von Kindesbeinen an“ sammelte, startete als Hausdamen-Assistentin in einem Fünfsternehotel in Genf und war danach 15 Jahre in der Gastronomie und Hotellerie in den Bereichen Service, Rezeption, Büro und Housekeeping in leitenden Funktionen tätig. An der Alpen-Adria- Universität absolvierte sie das Studium Pädagogik mit Schwerpunkt Erwachsenen- und Berufsbildung.

Seit 2003 arbeitet Frau Mag. Radinger als selbständige Wirtschaftstrainerin und Unternehmensberaterin. Seit 2004 ist sie Mitglied des Netzwerks Etikette Trainer International ETI (www.etikette-trainer.com) und seit 2012 Mitglied in der Gastronomischen Akademie Deutschlands (www.gastronomische-akademie.de) Neben dem Standort Villach gibt es ein Büro in Wien.

Maria Radinger ist aber auch erfolgreiche Buchautorin: Im Jahr 2016 erschien das dritte Buch „Etikette & Stil im Business, davor die Bücher „Was Gäste wünschen“, ein Handbuch für zeitgemäße Umgangsformen in Hotellerie und Gastronomie, und der „Alpen-Adria-Knigge“.

Dass die schulische Ausbildung an der KTS Einfluss auf ihren Werdegang hat, beschreibt sie so: „ Zu unserer Schulzeit gab es noch den Gegenstand „Anstands- und Gesundheitslehre“, und ich gehe davon aus, dass mich diese Stunden nachhaltig beeindruckt und beeinflusst haben, mich dem Thema „Etikette“ zu verschreiben. Zu unserer Zeit gab es auch noch einen richtig strengen Dresscode, der u.a. keine Mini-Röcke erlaubte.“

Maria Radinger zählt aber nicht nur Führungskräfte und UnternehmerInnen zu ihren Kunden. Im Rahmen ihres aktuellen Projektes: „Knigge für Kids“ erarbeitet sie mit Kindern spielerisch die moderne Umgangsformen und das Verhalten bei Tisch. Der nächste Termin für „ Knigge für Kids - Workshop für 10 bis 14jährige Kinder/Jugendliche“, findet am 19. Februar, im Schloss Seefels statt. Weitere Termine: www.guterstil.at

Gratulation zur sehr gelungenen Karriere, liebe Maria, alles Gute weiterhin und hoffentlich bis bald in der KTS!

MAG. WOLFGANG SCHNEEWEISS


Geschäftsführer der Alpina Tourismus, Lehraufträge und Kollegpate

Mag. Wolfgang Schneeweiß schloss die Höhere Lehranstalt für Fremdenverkehrsberufe im Jahr 1986 ab und studierte danach BWL an der WU Wien. Nach drei Jahren in der Unternehmensberatung Horwath Consulting in Wien war er von 1994 bis 2009 bei Kohl & Partner als Berater tätig. Rund 500 touristische Projekte betreute Herr Schneeweiß als Projektverantwortlicher, er gilt demnach als Spezialist für Qualitätsmanagement im Tourismus. Ab dem Jahr 2010 ist unser Absolvent nun selbständig tätig, betreibt als Geschäftsführer der Alpina Tourismus das Feriendorf Kirchleitn mit über 500 Betten in Bad Kleinkirchheim/St. Oswald und ist selbständiger Berater und Projektentwickler für Tourismus. Darüber hinaus widmete und widmet sich der der sportliche Vater von zwei Kindern noch einer Reihe von Lehraufträgen wie z.B. dem Tourismuslehrgang der Universität Klagenfurt, an der FH Kärnten und auch bei uns an der KTS. Es versteht sich, dass Herr Schneeweiß Kollegpate ist und immer wieder Kollegstudierende bei der Praktikumssuche, Diplomarbeit oder beim Jobeinstieg unterstützt.

Wenn man ihn nach Erinnerungen an seine KTS-Zeit fragt, erzählt Wolfgang: „Ich erinnere mich gerne zurück an unsere Schulausflüge wie Schikurs oder Sportwoche und natürlich auch an verschiedene Unterrichtseinheiten. In der „alten Schule“ am Europaplatz gab es zu wenige Klassenräume, sodass Stunden zu dem Freigegenstand politische Bildung in der Halle unterhalb der Stiege im Internat stattfinden mussten. Danach waren wir ein Jahr lang in der „Friedensschule“ der Kirche St. Nikolai eingemietet und hatten das Privileg, in den Pausen den Garten zum Fußballspielen nutzen zu dürfen– das war echt super, aber im Klassenzimmer konnte man danach gewisse Transpirationsgerüche nicht verleugnen. Welche Tipps kann ich meinen „NachfolgerInnen“ in der Schule mitgeben? Für wesentlich erachte ich: Nach vorne schauen und positiv denken, eigene Vorstellungen und Sehnsüchte umsetzen und nicht veränderbare Gegebenheiten akzeptieren.“

Vielen Dank, lieber Wolfgang, und bis bald an der KTS.

MATIC BEZJAK


Chef de Rang und Assistant Manager bei der Hotelkette Kempinski

Jedes Jahr besuchen mindestens vier Absolventen der Mittelschule für Tourismus und Gastronomie aus Maribor unser Kolleg. Unser Absolvent der Woche – Matic Bezjak – war einer der ersten und mit Sicherheit einer der zielstrebigsten von ihnen. Von Anfang an wusste er, dass er bei der Hotelkette Kempinski arbeiten und Karriere machen möchte.

„Meine Karriere begann schon in der Mittelschule für Tourismus und Gastronomie in Maribor, wo ich jedes Wochenende in einem Restaurant arbeitete. Weil es schon von klein auf mein Traum war, Slowenien zu verlassen und die Welt zu erkunden, war die KTS-Villach das perfekte Sprungbrett für mich. Das zeigte sich auch, als ich auf Praktikumssuche war: Es gab sehr viele Kontakte, aber ich interessierte mich nur für das Fünfsternehotel Kempinski in St. Moritz. Dort machte ich im Sommer 2014 im Hauptrestaurant Les Season mein Praktikum. Ein Jahr später nach Abschluss des Kollegs kehrte ich in die Schweiz zurück und arbeitete als Commis de Bar während der Sommersaison. Mein Weg führte mich für zwei Monate weiter nach Berchtesgaden/Deutschland, um meine Kollegen bei der Neueröffnung zu unterstützen. Die Wintersaison 2015/16 verbrachte ich wieder in der Schweiz, wo ich im Lifestyle-Restaurant Enoteca (15 Gourmetpunkte) als Commis de Rang anfing. Jetzt, ein Jahr später, bin ich als Chef de Rang und zusätzlich als Assistant Manager tätig. Dank meinem Restaurantmanager Adriano Feraco habe ich meine Kenntnisse erweitert, was mir für meine ganze Karriere helfen wird.

Für die Zukunft sind Visionen wesentlich. Den Nachkommenden kann ich nur sagen, dass Noten nicht immer ausschlaggebend sind. Man muss zuerst träumen, damit man weiß, was man möchte. Man soll sich Ziele setzen und diese verfolgen, egal was kommt. Was man anfängt, soll man auch immer zu Ende bringen.

Ich erinnere mich sehr gerne an das Kolleg insgesamt, außer an RWCO. Am eindrücklichsten sind mir doch die Nächte in Erinnerung geblieben, in denen wir mit der slowenischen Gruppe im Internat auf dem Balkon saßen und über alles debattierten.

Ich möchte mich noch sehr herzlich bei Herrn Karl Kutzelnig für seine Unterstützung als Mentor bedanken. Er ermöglichte mein Praktikum im Kempinski St. Moritz. Ebenso danke ich Frau Mag. Sonja Schusteritsch für ihre Hilfe bei der Praktikumssuche.

ANDREAS MOROLZ


wieder zurück in Kärnten, übernahm die Verantwortung im elterlichen Betrieb
Andreas Morolz

Andreas Morolz, Absolvent der Woche, hat 2005 die KTS absolviert und sich nach seiner KTS-Zeit zum Spitzensommelier entwickelt. Er war unter anderem im Schlosshotel Velden, im Hotel Bentleys House in Zürs am Arlberg und im Palais Coburg tätig. Er gehört zu den wenigen Absolventen, die nach Kärnten zurückgekommen sind und Verantwortung im elterlichen Betrieb, dem Gasthof Kropf in Ruden, übernommen haben.

Lassen wir ihn selbst berichten: „Nach zehnjähriger gastronomischer Erfahrung in der Fünf-Sterne-Hotellerie, die ich vorwiegend als Restaurantleiter und Sommelier im Schlosshotel Velden gesammelt habe, entschied ich mich im Jahr 2014, in den elterlichen Betrieb einzusteigen. Seither bin ich vorwiegend im küchentechnischen Bereich tätig. Meine Hauptaufgabe besteht darin, das Angebot der Küche weiterzuentwickeln. Dabei achte ich auf das Bewahren der Tradition von gutbürgerlichen Gerichten, aber auch auf die moderne Entwicklung in eine gehobene Schiene. Mein Konzept besteht darin, eine Gastronomie zu schaffen, die für jedermann zugänglich ist, sowohl im Speisenangebot als auch im Preisniveau. Unter der Woche offerieren wir täglich wechselnde, preiswerte Menüs. Am Wochenende und bei speziellen Anlässen bieten wir mehrgängige Feinschmeckermenüs an. Je nach Saison und Verfügbarkeit frischer Produkte werden auch zusätzliche Gerichte kreiert.“

Wie man sieht, ist die Weiterführung des elterlichen Betriebs auch eine sinnstiftende Option für einen Absolventen unsere Schule. Wir wünschen Andreas Morolz weiterhin viel Erfolg in der Heimat!

DAVID SATTMANN (alias DAVID GETYA)


DINNER CLUB Albertina Passage

Unserem heutigen Absolventen der Woche kann man getrost als die personifizierte Gastfreundschaft und den perfekten Netzwerker bezeichnen. Wann immer wir ihn – mit und ohne Klasse - im DINNER CLUB Albertina Passage besuchen, schenkt er uns immer seine Zeit und Aufmerksamkeit.

Im Sommer 2016 hat er ein neues Projekt ins Leben gerufen, die Büchertauschbörse Bookmybook http://www.bookmybook.info/ Es geht darum, Bücher, die man gelesen hat, auf dieser Plattform anzubieten bzw. selbst auf der Seite kostenlose Bücher zu finden. Bitte liebe SchülerInnen und LeserInnen dieses Beitrages: schaut unbedingt einmal auf diese Seite, liked sie und tauscht aktiv mit!

Im Leben von David Sattmann gab es sicher niemals einen klassischen Bürojob. Er startete seine Karriere bei DO&CO, wo er weltweit bei Events und Autorennen tätig war. Seine aktuelle Wirkungsstätte ist der wunderbare DINNER CLUB Albertina Passage, wo er als Guest Relation Manager arbeitet. Zusätzlich betreibt er sein eigenes Unternehmung- David Getya – VIP Concierge Service. Sein Motto ist es, Unmögliches möglich zu machen.

David Sattmann erzählt von seiner Zeit an der KTS:

„Die KTS hat mir frühzeitig die Möglichkeit gegeben, meine Stärken und meine Schwächen zu erkennen, meine Defizite zu erkennen und diese auszugleichen.

Besonders gerne erinnere ich mich an besonders lustige Momente mit Herrn Fachlehrer Zerava in Küchenführung. Dieser fand diese allerdings nicht so witzig! Wir hatten Prüfungskochen und die Aufgabe für meinen Kollegen und mich waren eine Grießnockerlsuppe zuzubereiten … Die positive Bewertung scheiterte an meiner Experimentierfreudigkeit. Es war keine gute Idee, den Radicchio in die Suppe zu werfen, denn plötzlich war die Suppe „blau". Leider konnten wir diese nicht rechtzeitig entsorgen, bei einem Kontrollgang des Herrn Fachlehrers wurde postwendend ein "NICHT GENÜGEND" ausgefasst! Es sollte aber noch besser kommen, denn er gab uns „leider" eine zweite Chance, um unsere negative Bewertung auszubessern! Das war ein großer Fehler, vordergründig jedenfalls für meinen Küchen-Partner und mich! Unsere Aufgabe bestand darin, Linzer Augen zu backen...Resultat ...fünf Linzer Augen mit einem geschätzten Gewicht von einem dreiviertel Kilo pro Stück. Diese zu entsorgen, ohne dass Herrn FL Zerava Notiz davon nahm, scheiterte auch dieses Mal kläglich! Der zweite Fünfer war somit innerhalb von drei Stunden fixiert! Unser Glück war lediglich, dass der Unterricht vorzeitig beendet werden musste, da ein anderer Kollege einen sehr skurrilen Zugang zu ausgezogenem Apfelstrudel hatte. Er versuchte nämlich, ihn samt dem Hangerl herauszubacken, sehr zum Entsetzen von unserm Herrn Fachlehrer. Versteht sich, dass die Feuerwehr wenige Minuten später mit mehreren Männern bei uns in der von Rauchschwaden durchzogenen Küche stand. Insofern konnte auf Grund der Aktion das zweite Nicht Genügend nicht rechtzeitig notiert werden und geriet spätestens in Vergessenheit, als der dritte Löschzug eintraf!“

Vielen Dank für diese amüsanten Erinnerungen, lieber David, alles Gute weiterhin und bis bald in der KTS!

WOLFGANG TESCH


Wien, United Arab. Emirates, Berlin, Amsterdam, Eritrea, Scharm El Sheikh, Hurghada, Gran Canaria, GM im Falkensteiner Hotel & Asia Spa Leoben
Wolfgang Tesch

Unser heutiger Absolvent der Woche - Wolfang Tesch - hat die Hotelfachschule in Villach abgeschlossen. Begonnen hat er seine Karriere in Wien, zuerst als Night-Manager und Assistent Front Office & Sales Manager im Radisson Wien und als Front Office Manager im Holiday Inn Wien. Im Anschluss daran führte ihn sein Weg ins Ausland, zunächst ins Holiday Inn Resort Sarjah United Arab. Emirates, dann wurde Herr Tesch stellvertretender Direktor im NH Golden Tulip Berlin und Hotelmanager bei River Empress Uni Globe in Amsterdam. Weitere Stationen in seinem spannenden Lebenslauf sind das Intercontinental Asmara in Eritrea und das Baron Palms Scharm El Sheikh.

Der gebürtige Radentheiner wurde zum ersten Mal Generalmanager im Hotel Makadi Star, Hurghada, später auch im Leading Hotel of the World Grand Hotel Residencia, einem Fünfsternehotel auf Gran Canaria. In den letzten Jahren hat es Wolfgang Tesch wieder in die Heimat zurückgezogen, er ist jetzt als GM im Falkensteiner Hotel & Asia Spa Leoben tätig. Gerne kommt er an die KTS zurück und stellt sich den Kollegstudierenden auch als Pate zur Verfügung.

Auf die Frage, welche Tipps er den nachkommenden Absolventen geben könne, antwortet er: „Es ist wichtig, Freude am Job zu haben, gut zuhören zu können und Erwartungen zu übertreffen. Man sollte sich auch immer die Dinge aufschreiben, an die man sich erinnern möchte. Als Führungskraft sollte man Mitarbeiter „erwischen“, wenn sie etwas Gutes tun und nicht bei etwas Schlechtem. Ein GM sollte Zeit für seine Mitarbeiter und seine Gäste finden, wann immer möglich. Auch die Fremdsprachen sind wichtig, allen voran Englisch, aber auch noch andere. Zumindest sollte man in der Lage sein, in allen Sprachen der Welt zu grüßen.

Wenn ich an die KTS zurückdenke, so erinnere ich mich, wie Professor Michitsch einem meiner Mitschüler Kevin, einem gebürtigen Kanadier und Englisch-Native Speaker eine Drei auf die Schularbeit gegeben hat. Auch bei Professor Gretschnig konnte ich bei den abgekürzten Divisionen nicht wirklich punkten, schließlich gab es ja schon den Taschenrechner. Ich war wirklich der schlechteste Schüler der Klasse, heute erstelle ich Budgets und verstehe diese auch.

Und bei Kochlehrer Nikolasch gab es trotz guten Geschmacks und perfekter Konsistenz der Suppe nur die Note Vier, weil der Schnittlauch zu groß geschnitten war. Besonders lustig war es in der Klasse bei meiner besten Produktpräsentation über Asbach Uralt mit Rudolf „Bobby“ RIP Forster. Und Pater Sigi konnte es uns nicht verzeihen, dass bei der Jahresbeichte in der Nikolaikirche der Beichtstuhl leer und das Café gegenüber voll war.“

Vielen Dank, lieber Wolfgang, für diese netten Anekdoten und bis bald in der KTS.

RAZVAN ILLIE BAN


Kaffee ist seine Leidenschaft - Kaffeerösterei La Mattina, Villach

Dass das Kolleg auch eine gute Vorbereitung für die Selbständigkeit ist, beweist unser Absolvent der Woche, der mit seiner Kaffeerösterei „ La Mattina“ die Villacher Gastronomieszene nachhaltig belebt. Wie er es zum Kaffeespezialisten gebracht hat, erzählt er im folgenden Bericht:

„Nach dem Abschluss an der KTS Villach im Jahr 2008 habe ich in einigen Kärntner Betrieben als Barchef, Sommelier, Restaurantleiter und Geschäftsführer meinen Weg in die Selbstständigkeit vorbereitet. Im Leben braucht man neben Wissen und Können auch einen Hauch von Glück, wie ich es sicher hatte: 2013 lernte ich meinen Röstmeister kennen und kurz darauf auch meinen Mentor aus Triest, dem ich dort erstmals auf einer Kaffeemesse begegnete.

Dort erwachte meine Liebe zu Spitzenkaffee. Ich wusste in diesem Moment genau, dass ich nur noch solchen Kaffee trinken wollte. Ich wusste auch, wenn ich nicht die Chance hatte, jeden Tag eine Rösterei zu besuchen, musste ich mir selbst eine einrichten.

So hat meine Kaffee-Reise begonnen. Ich bereiste Deutschland, Italien und sogar Kleinstädte in Holland auf der Suche nach der besten Zubereitung, den perfekten Röstgraden und verschiedenen Röstprofilen. Natürlich ist der technische Bereich sehr wichtig, aber über allem steht die Persönlichkeit, die man in jede zubereitete Tasse steckt.

Die Welt des Kaffees ist sehr groß, einzigartige Qualität ist jedoch schwer zu finden. Dank meines Mentors Edy Bieker, Gewinner des Lifetime Achievement der SCAE*, lernte ich viel über Robusta- und Arabica-Bohnen. Durch zahlreiches Testen und Probieren konnte ich bald selbst entscheiden, welcher Kaffee wirklich „gut tut“.

Meine Arbeit erfordert viel Mühe und Hingabe, aber am Ende jedes Tages erfreue ich mich der Dankbarkeit von Menschen allen Alters, die nun nirgendwo anders mehr Kaffee trinken wollen.

Den Weg zum Rösten und Verkaufen muss man sich selbst eröffnen. Als Selbstständiger hängt sehr viel davon ab, wie viel Zeit man investiert und welchen Kundenstamm man sich aufbaut. Einige meiner Kunden sind bereits jetzt - ein Jahr nach Geschäftsstart - gute Freunde geworden.

Eine entscheidende Rolle für mich als Unternehmer spielt auch die Umsetzung von Veranstaltungen. Netzwerkabende und Charity-Events sind für alle Beteiligten bereichernd. - Und wer etwas verdient, kann auch etwas zurückgeben. Seine Firmenkunden unterstützt er unter anderem dabei, den besten Kaffee für die jeweiligen Kaffeemaschinen zu finden."

Er bietet aber auch Komplettservice für die Espressomaschine, schult Mitarbeiter ein, vermittelt wertvolle Kenntnisse über die Zubereitung der Baristaprodukte und gibt Tipps, um den Umsatz mit Kaffee zu steigern.“

Vielen Dank, lieber Razvan, alles Gute weiterhin und bis bald in der KTS.

CHRISTIAN EHMANN


Area Controlling und „post-acquisition integration“ von Blutlaboren in der Ewigen Stadt

Auch nach dem Kolleg für Tourismus gibt es viele interessante Karrierewege. Über eine ganz besonders spannende Karriere kann uns Christian Ehmann berichten, der 2006 das Kolleg für Tourismus abschloss und nun in Rom tätig ist:

„Nach Abschluss der Matura an der HAK Villach suchte ich nach einer weiterführenden, internationalen Ausbildung, die nach kurzer Zeit die Möglichkeit bietet, im Ausland zu arbeiten. Weiters faszinierte mich die Tourismusbranche mit all ihren Möglichkeiten sehr und somit fand ich schließlich mit dem Kolleg der KTS die für mich passende Kombination.

Bereits das Pflichtpraktikum führte mich für drei Monate in die USA, auf Mackinac Island, in das Mission Point Resort, in dem ich hauptsächlich im Service des Fine Dining Outlets tätig war bzw. auch im Bankett- und Barbereich eingesetzt wurde. Nach Abschluss des Kollegs im Mai 2006 bekam ich die Möglichkeit, über die holländische Agentur HRC-International im Hilton Orlando/Altamonte Springs Erfahrungen im Front Office Bereich zu sammeln. Somit ging es für mich für acht sehr spannende und lehrreiche Monate ins sonnige Florida. Es eröffnete sich für mich eine ganz neue Welt der Hotellerie und ich konnte vor allem in Bereichen der Gästebetreuung und des Konfliktmanagements persönlich und beruflich sehr viel für mich mitnehmen. Zurück in Österreich mit den Auslandserfahrungen im Gepäck, war meine nächste Station das Parkhotel Pörtschach als Reservierungsleiter in der Saison 2007.

Trotz der tollen Erfahrungen im Tourismus entschloss ich mich 2007 nochmals zu studieren und absolvierte von 2007 bis 2010 das Bachelorstudium „Unternehmensführung“ (mittlerweile Business Management) an der FH Kärnten. Im Laufe des Studiums verlagerte sich mein Interessensschwerpunkt vom Verkauf/Kundenkontakt hin zu der Welt der Zahlen bzw. des Controllings. Somit führte mich auch das Pflichtpraktikum im abschließenden Semester des Studiums ins Konzerncontrolling der Globo Handels GmbH.

Das Praktikum mündete in eine Festanstellung und ich bekam mit der Unterstützung des CFO die Chance, maßgeblich die Controllingsysteme des Unternehmens mitzugestalten. Dazu absolvierte ich noch berufsbegleitend ein Masterstudium an der Alpe-Adria Universität Klagenfurt.

Nach sechs spannenden Jahren in der Beleuchtungsindustrie befinde ich mich dank der im Auslandssemester der FH in Modena gesammelten Sprachkenntnisse nun wieder im Ausland (Rom). Im Zuge dieser neuen Herausforderung beschäftige ich mich - abgesehen vom täglichen Überlebenskampf im römischen Verkehr - mit der „post-acquisition integration“ neuer Blutlabore in den österreichischen Mutterkonzern im Gesundheitswesen bzw. bin für ein Portfolio von 20 Unternehmen für das Area Controlling zuständig.

Abschließend möchte ich sagen, dass, obwohl ich schlussendlich nicht im Tourismus geblieben bin, das Kolleg auch für andere Branchen eine ausgezeichnete Grundlage ist. Man lernt sich zu präsentieren, mit Gästen/Kunden umzugehen, ist bei Geschäftsessen sattelfest und auch privat ein guter Gastgeber. Außerdem kann ich nur jedem empfehlen, seine Komfortzone zu verlassen, Auslandserfahrungen zu sammeln und sich auf neue Herausforderungen einzulassen.

Ich denke noch sehr gerne an zwei Jahre KTS zurück und würde nichts anders machen!

Für den Fall, dass jemand Fragen hat, bin ich unter ehmann_chris@hotmail.com erreichbar.“

Vielen Dank, lieber Christian, alles Gute weiterhin und bis bald in der KTS.

JOHANNES MITTERER


Über Genf, New York und München zum GM Hotel Kitzhof

Unser heutiger Absolvent der Woche hat im Jahr 1984 die KTS abgeschlossen. Nun ist er seit 2003 erfolgreicher General Manager in Spitzenhotels im High Society Ort Kitzbühel. Auch seine Fotos, auf denen er unter anderem mit Prinz Charles oder Hansi Hinterseer zu abgebildet ist, zeigen, dass das Leben eines Hoteldirektors immer aufregend und abwechslungsreich ist.

Nach der KTS absolvierte Johannes Mitterer die unterschiedlichsten Stationen, unter anderem war er im Hotel de Paix in Genf, im Hotel Plaza Athenee in New York, als Empfangsdirektor im Hotel Rafael in München und als stellvertretender Direktor im Mandarin Oriental in München tätig. Seit 2003 ist er nun General Manager – zuerst im Luxushotel Zur Tenne in München und seit Herbst 2015 im Mountain Design Resort - Hotel Kitzhof.

Auf die Frage, was er seinen „Nachfolgern“ in der KTS raten würde, sagt Hr. Mitterer:

„Meine Tipps an die Absolventen: Sie sollen in der Hotellerie bleiben, jedoch den Weg über das Ausland gehen, um die Fremdsprachen zu festigen (wenn möglich gleich nach der Schule). Sich nicht mit dem Mittelmaß zufrieden geben - gleich die besten Hotels in den jeweiligen Städten, Ländern ansteuern. Am Anfang braucht man vielleicht ein wenig Hilfe, aber im Normalfall geht es dann immer einfacher, in Top Hotels unterzukommen. Die theoretische Ausbildung in der Tourismusschule ist top und hat mir sehr geholfen, mich überdurchschnittlich schnell nach oben zu arbeiten. Natürlich müssen die Einstellung und der Einsatz zu Hundertprozent passen. Aber die Möglichkeiten, weltweit in den schönsten und interessantesten Orten bzw. Betrieben zu arbeiten, sind in der Hotellerie schier grenzenlos. Und Absolventen österreichischer Hotelfachschulen sind gerne gesehen.

Eine Anekdote aus der Schulzeit: Mit meinem damaligen Schulkollegen Oskar Hinteregger kam uns beim Kochunterricht einmal in den Sinn, unseren Kochlehrer, Herrn Kügerl, zu schocken. Die Aufgabenstellung war, eine hintere Schweinehälfte zu zerteilen. Dabei habe ich u. a. auch den Schweinsschwanz durchgehackt. Bei genauerer Betrachtung hat das wie ein abgehackter Finger ausgesehen. Das Ganze noch mit ein wenig Ketchup garniert und in ein Tuch gewickelt, wurde dann der Herr Fachlehrer gerufen. Es hat wirklich täuschend echt ausgesehen. Herr Kügerl wiederum wurde ganz weiß im Gesicht. Als wir das Ganze dann als Spaß entschlüsselten, fand er das, glaube ich, nicht wirklich lustig – aber eine große Erleichterung war ihm schon anzumerken. Wir haben uns übrigens bei unserem 30. Maturatreffen 2014 gesehen – nach 30 Jahren konnte er darüber lachen."

Vielen Dank, lieber Johannes Mitterer, alles Gute weiterhin und bis bald in der KTS.

MAG. MARION FERCHER


Kaufmännische Geschäftsführerin bei Caritas Kärnten

Heute wollen wir wieder eine ganz besonders spannende Absolventin mit einer ganz beachtlichen Karriere vorstellen:

Es war im Jahr 1992. Da habe ich als 14-Jährige mit einer Schulkollegin auf eigene Faust eine Fahrt mit den Öffis – von meinem damaligen und heutigen Wohnsitz Seeboden – zum Tag der offenen Tür an der Hotelfachschule, wie die KTS zu dieser Zeit hieß, in Villach unternommen und war hinterher überzeugt: "Das passt! Das wird meine Schule!" Meine Eltern waren überrascht, dass ich auf eigene Faust unterwegs war und mich ohne elterliche Beihilfe für meinen weiteren Schulweg entschieden hatte. Im Tourismusland Kärnten bietet der Tourismus sicher eine gute Berufsgrundlage. Und: Ich arbeite gerne mit Menschen zusammen. Meine Eltern stellten nur eine Bedingung: "Du hältst bis zum Schluss durch und machst die Matura!“

Die habe ich auch tastsächlich erfolgreich geschafft. Dazwischen lagen wertvolle Jahre des Lernens und der Erfahrung, sowohl in der Theorie als auch in der Praxis. Ich lernte in der Hotelfachschule den Umgang mit Menschen, einheimischen wie fremden, schwierigen wie sympathischen. Ich lernte kochen, putzen, waschen – das war zwar nicht immer lustig, aber alles Dinge, die ich danach gut brauchen konnte.

Nach der Matura beschloss ich, Betriebswirtschaft an der WU Wien zu studieren. Es folgten ein Auslandssemester in Wisconsin/USA und ein Praktikum mit der WKO in Santiago de Chile. Chile ist eine reine Marktwirtschaft ohne Sozialsystem, wie wir es kennen. Es gibt keine Mindestsicherung oder Arbeitslosengeld. Wenn man zum Arzt geht, bezahlt man das selbst. Letztendlich war für mich klar, dass ich mein erlerntes Wissen FÜR Menschen einsetzen sollte. Ich schloss noch einen Zertifikatslehrgang für Höhere Lateinamerika-Studien in Wien ab, reiste beruflich viel in Länder des Südens wie z.B. Mosambik, Uganda, Kenia, Indien, Guatemala oder Nicaragua.

Als Hotelfachschülerin lernte ich auch die Benimmregeln und belächelte sie damals spöttisch. Später, als ich in der Führungsetage bei der Don Bosco FinanzierungsGmbH – als Leiterin der Finanzen – oder bei HORIZONT 3000, der österreichischen Organisation für Entwicklungszusammenarbeit – als Bereichsleiterin für das Rechnungswesen und Controlling – arbeitete, wusste ich sie zu schätzen.

2011 kehrte ich nach Kärnten zurück und 2014 – ich beendete gerade den Zertifikatslehrgang "Ethical Finance“ in Wien – fragte mich Josef Marketz, ob ich mit ihm als Direktor und mir als kaufmännischer Geschäftsführerin, die Caritas Kärnten in die Zukunft steuern möchte. Mittlerweile sind wir seit zwei Jahren in einer der größten Organisationen im Sozialbereich am Werk. Es ist ein Privileg, für die - oft - notleidenden Menschen arbeiten zu dürfen. Ich liebe es, Probleme zu erkennen und Lösungsansätze zu finden, wie das bei uns tagtäglich der Fall ist.

Es freut mich besonders, dass ich wieder zu den Wurzeln meiner Ausbildung zurückkehren darf. Im November eröffnen wir in Klagenfurt magdas LOKAL, eine Ausbildungsschmiede für anerkannte Flüchtlinge und Menschen mit Migrationshintergrund. Wir bieten nicht nur eine exzellente Küche, sondern bilden dort auch Leute für den Tourismus aus. Damit schließt sich der Kreis.

Vielen Dank, liebe Marion Fercher, alles Gute weiterhin und bis bald in der KTS.

Fotos:
Marion vor Caritas-Logo: Marion Fercher ist seit zwei Jahren kaufmännische Geschäftsführerin der Caritas Kärnten. Für die Caritas arbeiten 1200 MitarbeiterInnen. Der Jahresumsatz beträgt 40 Millionen Euro.

Marion als Flashmob-Tänzerin: Als die Schule für Sozialbetreuungsberufe des Kärntner Caritasverbandes in Klagenfurt ihr 30-Jahr-Jubiläum mit einem Flashmob feierte, war Marion Fercher selbstverständlich mit dabei.

Marion mit magdas-Projektgruppe: Marion Fercher freut sich auf die Eröffnung von magdas LOKAL im Spätherbst in Klagenfurt. Auf dem Foto (3. von links) ist sie mit Caritasdirektor Josef Marketz (4. von links) und Bischof Alois Schwarz (5. von links) bei der Projektpräsentation zu sehen.

Marion als Schülerin: Ein Klassenfoto, als die türkisen Sakkos Schulkleidung wurden und nur durch dunkelblaue Sakkos ersetzt werden durften und die Kärntner Tourismus Schule (KTS) noch Hotelfachschule hieß. 2. Reihe, 4. von links.

Marion in Kenia: Die Caritas unterstützt Bildungsprojekte in Kenia. Besuch einer Schule im zweitgrößten Slum – Korogocho – in Nairobi.

JELENA ARSIC


Two years ago I decided to go to a “different planet” called Dubai ...

Unsere heutige Absolventin der Woche – Jelena Arsic – kommt aus Belgrad und hat das Kolleg im Jahr 2012 absolviert. Sie hat schon während der Kollegzeit großen Fleiß und Motivation an den Tag gelegt, weil sie nur mit geringen Deutschkenntnissen nach Österreich gekommen ist. Umso mehr freut es uns heute sehr, ihr zur gelungenen Karriere zu gratulieren. Sie erzählt von ihrer beruflichen Laufbahn, die sie nach Dubai geführt hat:

„Two years ago I decided to go to a “different planet” called Dubai. After four months of voluntary work at Hyatt Regency Belgrade, the HR manager suggested trying to continue my career path in the Middle East and he recommended me to the management of the well-established Conrad Dubai, the most luxurious brand of Hilton hotels. For someone who is willing to pursue his career in hospitality and tourism, there is hardly a more convenient place than Dubai nowadays. Dubai is the ideal combination of east meets west. This Emirate is a paradox of western sophistication blended with the mystery that characterizes Middle Eastern culture. Dubai is a dynamic place where the competition is rapidly increasing. Only one event such as “Gulfood” attracts over 5000 visitors from 5 different continents and 120 different countries every year. Besides tourists and leisure guests, as a business hotel Conrad hosts exhibitors throughout the year to attend huge events like: “Cityscape”, “Gulfood”, “Ferrari World”, “Gitex”… For such events Conrad is booked already one year in advance.

Its favorable location along with its impeccable standards makes it a perfect place to stay. My first experience with Hilton was professional, inspiring and motivating. Each new team member must initially finish a 3 week orientation course. - 555 guest units, restaurant & bar collection of 4 contemporary venues, one of the largest meeting spaces in the city, urban pool oasis, fully equipped SPA, the most spacious Royal Suite along Sheikh Zayed Road and the biggest cigar lounge – one big and a series of small challenges for every new joiner. However the training does not end here. The real improvement and training actually starts then and all that spiced with unfamiliar cultures and language barriers. On the other hand, working with colleagues from different nationalities helps you understand the guest standing in front of you more easily. Here you learn that the same issue will be perceived differently based on the culture.

So for example European and Arabic travelers have different notions of a connecting room or of the purpose of an executive or business lounge . A western guest will accept the fact that the room is not ready early in the morning and that he needs to wait until official check in time, but not the guest from Middle East.

However I didn’t start my hospitality career with famous hotel chains like Hyatt and Hilton. It is very important for each young person to know that our future depends on what we do today and it doesn’t matter if our moves are big or small as long as we move on! I started as a seasonal employee while I was a student. My first internship was working as a member of the kitchen staff of the glamorous Casino Velden in Austria. The summer of 2012 I spent working as a receptionist in hotel Nevski in Belgrade, in my home country Serbia. The following summer I decided to go abroad again and I went to Germany to work as a waitress in a family restaurant situated in the beautiful area of Lake Constance.

My international education at the KTS College in Austria prepared me in a best way for the upcoming responsibilities that a hotel industry career involves. KTS was a right choice, outstanding education from the beginning and until now a key point in my CV. By holding a KTS certificate you have access to any international work experience. KTS is my personal passport to travel the world! These days I am finishing my two years contract with Conrad Dubai and I am slowly starting to prepare myself for my next journey and professional growth. My next destination will be Doha, Qatar. InterContinental Doha is extending their units including a completely new executive wing comprising 120 rooms and suites. I will join a pre-opening team as a team leader of the VIP Club Lounge. To my great satisfaction, I was contacted by the Front Office manager, who recognized my excellent educational background completed in Austria as well as my experience in dealing with multi-cultural guests. Keep in mind that… “A mind that is stretched by new experiences can never go back to its old dimensions”. And keep rolling!


Vielen Dank, liebe Jelena, alles Gute weiterhin und bis bald in der KTS!

Fotos: Jelena Arsic

VERONIKA DÖRFLER


Front of House Managerin im „hotel 12 – Art of Life“ auf der Gerlitzen

Unsere heutige Absolventin der Woche hat das Kolleg im Jahr 2014 absolviert und besucht uns immer wieder gerne in der KTS, zum Beispiel beim Career Day oder beim Kolleg-Patenfrühstück.

Innerhalb kürzester Zeit ist sie von der Kollegstudierenden zur Teamleiterin avanciert und hat trotzdem ihre fröhlich-freundliche und natürliche Wesensart behalten.

Kurz und präzise beschreibt sie ihren Karriereweg nach der KTS: „Während der Kollegausbildung absolvierte ich ein Praktikum in Sales und Marketing bei einem Vienna International Hotel in Prag, nach dem Kolleg entschied ich mich noch dafür, eine Sommersaison am Wörthersee anzuhängen. Dann wagte ich mich in die Welt hinaus und verbrachte sieben Monate auf den wunderschönen Cayman Islands und durfte in „The Brasserie Restaurant“ tolle Erfahrungen sammeln. Die sorgfältige Auswahl und der Umgang mit den wertvollen regionalen Lebensmitteln hat mir sehr gefallen, ebenso das Wissen, das wir über die jeweiligen Besonderheiten auch den internationalen Gästen weitergeben konnten.

Seit Juni 2015 bin ich wieder in Kärnten und arbeite als Front of House Manager im „hotel 12 – Art of Life“ auf der Gerlitzen, dem ersten Hotel der Kunst- und Lifestylemarke H12, der weltweit expandierenden Hotelgruppe Plateno. Ich möchte bei der Gelegenheit allen AbsolventInnen der KTS, die mit Leidenschaft für die Branche ihre Karriere starten wollen und bereit sind, mit dem Unternehmen „mitzuwachsen“, egal ob in Kärnten, Australien, Kenia, Shanghai… ans Herz legen, sich bei mir zu melden!

Vielen Dank, liebe Veronika, alles Gute weiterhin und bis bald in der KTS.

Fotos Veronika Dörfler

STEFANIE NEUGEBAUER


Kehrte nach Erfahrungen in Vietnam, Schweiz, Deutschland u. Niederösterreich wieder nach Kärnten zurück ...

Nach drei männlichen Absolventen der Woche ist nun wieder Frauenpower angesagt. Stefanie Neugebauer hat im Jahre 2010 die Matura an der KTS abgeschlossen und beweist, dass es ganz wichtig ist, zuerst in die weite Welt hinauszugehen, um dann mit neuen Ideen in den Kärntner Tourismus zurückzukehren und sich sogar der Verantwortung zu stellen, in naher Zukunft den elterlichen Betrieb zu übernehmen.

Lassen wir Stefanie am besten selbst erzählen: „Drei Monate nach meiner Matura ging ich mit 19 Jahren nach Vietnam, nach Quy Nhon in Zentralvietnam. Dort arbeitete ich anfangs als Guest Relation Manager im damaligen Life Resort Quy Nhon *****, dem heutigen Avani Quy Nhon *****,. Es war eine sehr große Herausforderung und eine wundervolle Zeit. Das Resort in Quy Nhon lag sehr abgeschieden, daher pflegte ich eine sehr enge Beziehung mit den Einheimischen und bin bis heute noch in sehr gutem Kontakt.

Nach knapp einem Jahr flog ich für einen Monat nach Hause, auf Sommerfrische, kehrte aber im Anschluss für ein weiteres Jahr nach Vietnam zurück. Im Blue Ocean Resort in Mui Ne, in Südvietnam, arbeitete ich als Duty Manager. Ich war in beiden Betrieben die rechte Hand meines australischen General Managers. Mir wurden in dieser Zeit schon sehr viele, für mein Alter doch unübliche Aufgaben, anvertraut. Diese Zeit hat mich sehr geprägt. Wir hatten in beiden Hotels um die 100 Mitarbeiter mit 12 Department Heads und 80 Zimmern. Die zwei Jahre in Vietnam waren die lehrreichsten Jahre meines bisherigen Lebens, sie haben mich geprägt und ich habe gelernt, über den Tellerrand zu schauen und dass unser Lebensstandard bei weitem nicht selbstverständlich ist.

Danach verschlug es mich, aufgrund eines interessanten Jobangebots, direkt in die Schweiz, wo ich an der Rezeption des Relais & Chateau Hotel Paradies ***** in Ftan,im Kanton Graubünden arbeitete. Dort lernte ich meinen jetzigen Freund kennen, er ist auch der Grund, warum ich ein Jahr später nach Deutschland ging. Die erste Station war die Küche des Restaurants Steinheuer (2 Michelin Sterne und 4 Hauben). Danach wurde ich nach Heidelberg an das Restaurant Rössl empfohlen, wo ich ein Jahr in einer gut bürgerlichen bis gehobenen Ein- Sterne Küche arbeitete.

Im Anschluss an meine Zeit in Deutschland zog es mich wieder in die Heimat und zwar nach Niederösterreich ins Landhaus Bacher (2 Michelin- Sterne und 3 Hauben). Seit nun fast eineinhalb Jahren bin ich im elterlichen Betrieb tätig, den ich im nächsten Jahr übernehmen werde.

Die Kärntner Tourismusschule Warmbad Villach ist die beste Voraussetzung für eine spannende und aufregende weitere Karriere. Ich kann nur jedem Schüler ans Herz legen, alleine ins Ausland zu gehen und sich die Welt anzuschauen. Denn wer nie fort geht, der kehrt nie wieder nach Hause zurück - in meinem Fall war es das Richtige.“

Vielen Dank, liebe Stefanie, alles Gute weiterhin und bis bald in der KTS.

Alle Fotos Stefanie Neugebauer

GÜNTHER TREIBER


Die erste Unternehmensgründung mit 23 ...

Auch heute stellen wir wieder einen ganz besonders spannenden Absolventen aus dem Jahr 1992 vor, der sich durch herausragenden Unternehmergeist auszeichnet. Herzlichen Glückwunsch zu dieser außergewöhnlichen Karriere.

Günther Treiber erzählt über seinen Werdegang: „Ich habe im Schuljahr 1991/92 maturiert und bin danach zu den Robinson Clubs gegangen. Der Plan war, in einem internationalen Konzern Karriere zu machen. Ich wollte immer die Möglichkeit haben, ins Ausland zu gehen und zwischen mehreren Optionen wählen zu können. Ich begann also als Barkeeper und war dann schon mit 24 Jahren Verwaltungsleiter einer sehr großen Anlage in Fuerteventura. Nach 7 Jahren und letztlich als kaufmännischer Direktor von Hotel und Golfclub verließ ich die Robinson Familie, um eine eigene Familie zu gründen.

Ich war für 4 Jahre als kaufmännischer Leiter bei den Steigenberger Hotels tätig. Im Jahr 2005, mit 32 Jahren, war ich dann erstmals Geschäftsführer eines großen Unternehmens – der Verbund Tourismus. Mehrere Standorte, 150 Mitarbeiter und der Einzige im Konzern auf dieser Ebene ohne akademischen Grad. In den folgenden 5 Jahren bei dem Verbund war ich auch im Vorstand der Kärnten Card und hatte das Glück, mir ein bleibendes Andenken an meine Arbeit zu schaffen - den Skywalk auf der Kölnbreinsperre.

Die letzten 5 ½ Jahre war ich dann als Geschäftsführer in einem hochklassigen Thermenhotel tätig und hatte dort die Aufgabe, das Unternehmen zu sanieren.

Mit 23 Jahren gründete ich, weil sich eine gute Gelegenheit ergab, nebenbei mein erstes Unternehmen in Villach, bekannt unter City Taxi, das es heute noch gibt. Vor drei Jahren folgte dann die nächste Unternehmensgründung. Mit Priya Ayurveda machte ich meine Leidenschaft für die indische Heilkunst zur Berufung und produziere Ayurvedaöle in Indien für den österreichischen B2B Handel.

Nun bin ich dabei, mein drittes Unternehmen zu gründen. Diesmal werden meine Frau und ich unsere unselbständige Tätigkeit aufgeben und uns ganz der neuen Aufgabe widmen. Wir werden noch dieses Jahr ein bekanntes, großes Restaurant erwerben.

 

Die KTS gab mir das Basiswissen für einen tollen Einstieg in den Tourismus. Es standen mir viele Türen offen. Ich habe aber auch lernen müssen, demütig zu sein. Man muss unten anfangen, sich im Beruf beweisen, sozial kompetent sein, Gelegenheiten ergreifen, sich bilden und lebenslang lernen. Stillstand war für mich nie ein Thema, sondern vielmehr sah ich die Chance in der Veränderung. Auch Niederlagen gehören dazu. Es ist eine hohe Kunst, aus ihnen zu lernen und sie als Stärkung für sich zu sehen.

In meiner Schulzeit waren wir eine recht wilde Truppe und haben so manchen Unfug getrieben. Wir hatten eine lustige, bewegte Zeit. Aber wir waren auch neugierig, haben die Dinge durchgezogen, und wenn es darauf ankam, waren wir voll bei der Sache.

Ich kann Absolventen nur empfehlen, auch mal im Ausland jobben. Man bekommt dadurch einen differenzierten Blick darauf, was Integration bedeutet. Aber Achtung - vor allem den ersten Job sollte man gut auswählen.

An die meisten Lehrer erinnere ich mich positiv. Für mich besonders wichtig waren immer die guten Kenntnisse in Business-Englisch. Ich hätte nicht gedacht, dass ich dieses breite Basiswissen in allen Bereichen doch so oft brauchen würde. An dieser Stelle ein herzliches, spätes Danke an alle Lehrer für Geduld, Nerven und Vertrauen.

Zu guter Letzt noch ein Tipp als Mitte-Vierziger. Arbeit ist wichtig – das Leben aber auch. Also niemals die Work-Life-Balance außer Acht lassen.

Alles Fotos: Günther Treiber, Gruppenfoto Dinner mit Fidel Castros Sohn und Enkel.

Vielen Dank, lieber Herr Treiber, alles Gute weiterhin und bis bald in der KTS.

KLAUS WALCHER


25. 9. 2016

Manchmal ist das Projekt Absolvent der Woche für uns so etwas wie eine „Schatzsuche“, und es ist immer wieder spannend, auf welche Absolventen man über die unterschiedlichen Netzwerke trifft. Auch heute stellen wir mit Hr. Klaus Walcher einen versierten Touristiker vor, der nun Hoteldirektor im aQi Hotel Schladming ist und seine Laufbahn wie folgt beschreibt:

„Ich bin in Villach geboren und aufgewachsen und habe wahrscheinlich - durch die Berufswahl meiner Eltern - die „Gastro- und Hotellerie-Gene“ geerbt. Meine Eltern arbeiteten als Konditormeister und Konditorin beide in der Hotellerie und haben 14 Jahre lang das Jugend- und Familiengästehaus in Villach/St. Martin geleitet. Die anvisierte Skiläuferkarriere (Skihauptschule Feistritz/Drau) musste ich nach mehreren Verletzungen abhaken und besuchte schließlich zuerst ein Jahr die 3-jährige HLF, bevor ich im 2. Jahr in die KTS mit Matura wechselte.

1992 schloss ich die Ausbildung mit Matura ab und arbeitete gleich darauf im Parkhotel Pörtschach, wo ich zuvor bereits mehrere Praktika absolviert hatte. Durch den Einsatz in verschiedenen Abteilungen dieses Hauses konnte ich einen breiten Einblick gewinnen und wurde von der damaligen Hotelleitung dabei auch toll unterstützt. Sogar für die Abschlussprüfung durfte ich mir die Palmen für das Abschlussprojekt „Sun of Jamaica“ ausborgen.

Meine Karrieretipps: Wenn man als Hoteldirektor Fuß fassen möchte, sollte man sich unbedingt den Bereich Rezeption, Reservierung und Controlling zu Herzen nehmen. Generell meine ich, ist es notwendig, dass man sich in allen Hotelbereichen auskennen sollte. Die neuen Medien, die ständige Änderung und Neuerung der Software sind eine besondere Herausforderung. Bodenständigkeit, Freundlichkeit und Zuvorkommenheit sowie vorausschauendes Denken und Organisationstalent sind meines Ermessens weitere wichtige Softskills.

Meine Erfahrungen während der Schulzeit: Gerne zurück denke ich an die Flexibilität, die während der Schulzeit gefordert war. Man könnte unsere Klasse gut und gerne als Wanderklasse bezeichnen, da wir nicht nur im Hauptgebäude, damals noch neben dem Kongresshaus, sondern auch in Landskron, im Gebäude des damaligen Polytechnischen Lehrgangs, in der Friedensschule und in der VHS im Zentrum untergebracht waren. Oftmals führte uns der Schulweg nicht immer auf direktem Weg ins richtige Gebäude ; ) .

Sehr positiv habe ich die Grundausbildung im Service- und Küchenbereich empfunden. Der Rezeptions- und Reservierungsbereich ist dagegen ein wenig untergegangen. Es ist auch immer wieder nett, die damaligen Praxislehrer zu treffen. Interessant war auch die Wandlung in den paar (Schul)Jahren – vom Brief übers Telefax, mit der Schreibmaschine geschrieben, bis hin – denn plötzlich gab’s Computer! - zum Email. Das mussten wir uns im Berufsleben alles selbst aneignen.

Meine Stationen:

Juli 2008 bis dato - aQi Hotel Schladming*** – eine Marke der TUI Hotels & Resorts (ab 11/16: TUI BLUE PULSE Schladming) als Direktor und Geschäftsführer eines modernen Lifestyle Leisure Designhotels mit sehr hohem Qualitätsanspruch, erstes Hotel einer neuen Hotelmarke, 107 Zimmer, 238 Betten , 96 – 98 % Auslastung im Winter! 2013 war durch die FIS Alpine Ski WM eine besondere Herausforderung!

Herbst 2005 bis April 2008 - Gletscherbahnen Kaprun AG – Kitzsteinhorn Gastronomie
als Gastronomieleiter von mehreren Outlets (Free Flow Restaurant, SB-Restaurant, Bedienungsrestaurant, Schirmbar, Bar, Snackbar mit bis zu 80 Mitarbeitern und insgesamt ca. 2.700 Sitzplätzen und bis zu 7.000 Portionen Speisen pro Tag!

Herbst 2004 bis April 2005 - Falkensteiner Hotels & Resorts als Direktor des Urbani’s Familienhotel**** in Bodensdorf am Ossiacher See, einem gehobenen 4* Ferienhotel mit Schwerpunkt Kinder- und Familienbetreuung und einem gepflegten Wellnessbereich, 51 Zimmer und 150 Betten - sehr lehrreich

Winter 2003 – Herbst 2004 - Falkensteiner Hotels & Resorts als Direktor des Sporthotel Kostmann**** in Bad Kleinkirchheim, einem gehobenen 4* Ferienhotel mit Seminarbereich, 65 Zimmer und 160 Betten - sehr lehrreich

Frühjahr 2001 bis Winter 2003 - Austria Trend Hotels & Resorts als Direktor und Geschäftsführer des Hotel Heiligenblut**** in Heiligenblut am Großglockner, einem 4* Ferienhotel mit Clubcharakter und Familienschwerpunkt, 120 Zimmer und 340 Betten - nicht nur Gäste, auch 2 Haflinger gab’s in diesem Hotel, wurde leider an Ungarn verkauft

Herbst 1998 bis Winter 2000, Romantik Hotel Post**** Villach als F&B- und Direktionsassistent
- das war der Grundstein für die nächste Position als Hoteldirektor

Sommer 1997 bis Herbst 1998 - Robinson Club Landskron**** am Ossiacher See
als Rezeptionist, Nachtportier und anschließend als F&B Controller - denke immer wieder gerne daran zurück, sehr strukturiert und gut organisiert

Winter 1994 bis Sommer 1997 - Kärntner Reisebüro in Klagenfurt als Angestellter und anschließend Alleinverantwortlicher der Busabteilung inkl. Busreisen und Busvermittlung - eine neue Erfahrung, aber der direkte Gastkontakt hat ein wenig gefehlt - an Spitzentagen waren 28 Busse zu organisieren und dirigieren

Davor :
Bauerndorf Unterkirchleitn in St. Oswald/Bad Kleinkirchheim
als Rezeptionist (Sommer 1994) - die erste Stelle als Rezeptionist und die ersten Erfahrungen mit Überbuchungen

Bauerndorf Unterkirchleitn in St. Oswald/Bad Kleinkirchheim
als Barchef (Winter 1993 bis Frühjahr 1994)

Silencehotel Karnerhof**** in Drobollach am Faakersee
als Demi Chef de bar (Sommer 1993)

Parkhotel Pörtschach**** als Commis de Bar (Sommer 1992)

Hotel Bellevue Palace***** in Bern (CH)
als Restaurantmitarbeiter

Fotocredits:
Fototom, Poscharnig, Raffalt, Walcher (privat)

ALEX BARENDREGT


18. 9. 2016

Unser Absolvent der Woche - Alex Barendregt – ist sicher einer der außergewöhnlichsten Absolventen der KTS. Als Mr. Bodypainting ist er auf der ganzen Welt unterwegs. Und die Schüler gaben nach seinem Vortrag im Rahmen des letzten Career Days das Feedback, dass sie ihm noch stundenlang hätten zuhören können.

"Im Jahr 1995 maturierte ich an der KTS am damals neu eröffneten Standort in Warmbad Villach. Die Anfangsjahre waren eher hart für mich, am Ende packte mich jedoch die Leidenschaft für die Schule und den Tourismus, sodass ich mit einem recht guten Ergebnis abschließen konnte. Seit meiner Jugend gefiel es mir, bei Veranstaltungen im elterlichen Betrieb mitzuhelfen. Nach der KTS organisierte ich für die Sportschule Krainer viele Aktivprogramme und wirkte an ersten größeren Projekten mit dem Tourismusverband Bad Kleinkirchheim mit.

Ich wurde dann als Nachfolger des Tourismusdirektors in Seeboden am Millstätter See eingestellt und habe dort Tourismusprojekte betreut und neue Events geschaffen. Damals war das 2CV- Welttreffen eine der größten Veranstaltungen der Region, es kamen über 4.000 Citroen Enten in die Region. Ich habe an die 15 neue und bestehende Veranstaltungen jährlich organisiert, jedoch nur eine war so einmalig auf der Welt, dass sie bis heute mein Aushängeschild ist.

Mit der Entwicklung des „World Bodypainting Festival“ seit dem Entstehungsjahr 1998 habe ich eine gesamte Kunstrichtung geschaffen, die sich heute in vielen Ländern der Welt im Event-, Werbe- und Weiterbildungsbereich findet. Das World Bodypainting Festival findet seit 19 Jahren in Kärnten statt, bringt Künstler aus 50 Nationalitäten an den Wörthersee und Journalisten aus der ganzen Welt berichten über dieses bunte Spektakel in unserem Bundesland. Ich gründete 2011 meine Firma WB-Production mit Sitz in Feistritz an der Drau und betreue mit meinen tollen Mitarbeitern Werbeprojekte, Events und Weiterbildungsprogramme in vielen Ländern. Zu den Kunden zählen große Mediengruppen wie The Walt Disney Company, Pro7-Sat1, TV Russia oder Red Bull Mediahouse. Die schrägsten Projekte im letzten Jahr waren wohl die Inszenierung für British Airways am Flughafen Gatwick oder ein Werbekonzept für die Vereinten Nationen in der Friedensgedenkstätte in Südkorea.

Ich erinnere mich sehr gerne an die tolle Zeit in der KTS. Die Ausbildung hat mir die Basis für meine Liebe zum Reisen und das Kennenlernen anderer Kulturen mitgegeben.

Vielen Dank, lieber Alex, alles Gute weiterhin und bis bald in der KTS!

 

TINA FRÜHAUF


11. 9. 2016

Unsere Absolventin der Woche hat im Jahr 2010 den Hotelmanagementzweig absolviert. Nun ist sie Hoteldirektorin im Familienbetrieb Zirbenhof in der Innerkrems. Herzlichen Glückwünsch zur gelungenen Karriere und den Mut, sich auf eigene Beinen zu stellen.

Tina Frühauf erzählt über ihre Karriereschritte: „Die Entscheidung für die KTS fiel schon sehr früh, da ich in der Hotellerie aufgewachsen bin und es war auch ein richtiger, wichtiger und hilfreicher Schritt für mein weiteres Leben. Schon während der Schulzeit war es mir wichtig, sehr gute und vor allem familiär geführte Hotels für meine Praktika zu wählen.

Nach der KTS fing ich als Chef de Rang in einem Viersternehotel in Millstatt an und schon nach kurzer Zeit wurde mir die Position einer Restaurantleiterin angeboten. Anfangs war es nicht einfach, gegenüber den langjährigen Mitarbeitern des Unternehmens eine Vorgesetzte zu sein. Jedoch gelang es mir, ein ganzes Hotel-Team so zusammenzuführen, dass wir bis zum letzten Arbeitstag wie eine Familie harmonierten und zusammenhielten! Nach zwei Jahren als Restaurantleiterin schnupperte ich ein bisschen Reiseluft im dazugehörigen Reisebüro. Ich lernte dort eine andere Facette des Gastgewerbes kennen und auch der Aspekt, wie man den "Kunden zum Produkt" bringt, weckte bei mir großes Interesse. Es erwies sich als weitere Stufe, die mir für die Zukunft sehr hilfreich war!I

Dann doch kehrte ich dem Reisebüro wieder den Rücken und ging zurück ins Hotel, diesmal aber als Geschäftsführerin! Ich war mir sicher, dass ich diese Aufgabe mit demselben Team aus meiner Restaurantleiterzeit wagen konnte! Ich wusste, ich kann mich bei Höhen und Tiefen auf alle Mitarbeiter verlassen - egal was passieren würde! Und ich wurde auch nicht enttäuscht, es lief wie geschmiert! Nach insgesamt sieben Jahren in Millstatt, vielen Erfahrungen, geknüpften Kontakten und anhaltenden Freundschaften war es für mich an der Zeit, meinem Traum zu folgen: Seit Oktober 2015 stehe ich nun auf meinen eigenen Beinen und führe mit großer Freude, viel Spaß und Ehrgeiz und der tatkräftigen Unterstützung meiner Familie das großelterliche Hotel weiter!

Aus meiner KTS Zeit nehme ich sehr viel mit, sowohl aus dem Theorie- wie auch Praxisunterricht. Der Besuch des Tourismuskollegs war der wohl wichtigste Grundstein für den Start meiner Karriere!“

Vielen Dank, liebe Tina, alles Gute weiterhin und bis bald in der KTS!

TOBIAS GEISSLER


5. 9. 2016

Unser Absolvent der Woche, Tobias Geissler, ist uns auch in der Zeit nach seinem Abschluss immer „treu“ geblieben. Zum einen ist er Pate für das Kolleg für Tourismus, er ist immer wieder beim Career Day persönlich anwesend, und wenn wir ihn bei Marché besuchen, so erweist er sich als perfekter Gastgeber, nimmt er sich persönlich Zeit für uns und informiert mit spannenden Fachpräsentationen. Auch als Direktor ist er ein wirklich sympathischer und bescheidener Gesprächspartner geblieben! Danke dafür!!!

Tobias Geissler erzählt über die Stationen nach der KTS: „Der Einstieg in den Tourismus kam bei mir eher zufällig, da ich nach der Schule nicht so genau wusste, was ich machen wollte. Ich hörte von einem Bekannten, dass einem mit der KTS viele Chancen in allen möglichen Bereichen offen stehen. Klang sehr interessant und daraufhin war ich schon angemeldet.

Meine Zeit in der KTS ist schon eine halbe Ewigkeit her. Im Jahr 2000 durfte ich meinen Abschluss feiern. Danach gab es dann erst mal klassisch das Bundesheer. Da ich immer schon etwas sehen und erleben wollte, bin ich nach Mexico gegangen. Leider war der Aufenthalt dort nicht von langer Dauer, da etwas mit dem Arbeitsvisum nicht so ganz klappen wollte. Etwas enttäuscht entschloss ich mich, einen Job in Deutschland zu suchen. Ich fand eine tolle Herausforderung im Sheraton Frankfurt Hotel direkt am Flughafen als Guest Service Agent. Nach kurzer Zeit wechselte ich dort dann in den Nachtdienst, um meinen Wissen weiter ausbauen zu können.

Danach zog es mich nach München ins Marriott Hotel, wo ich als Night Audit startete und mich dann zum Night Audit Supervisor hocharbeitete. Nach anstrengenden 4 Jahren Nachtdienst wechselte ich ins Accounting, da Zahlen eine meiner Leidenschaften sind. Irgendwann verspürte ich wieder den Wunsch, ins schöne Österreich zurückzukehren, und bekam die Chance, ein Hotel als Hoteldirektor vom Neubau an begleiten zu dürfen. Da hatte ich selbst Zweifel, ob ich das schaffen würde, denn so ein Projekt hatte ich vorher auch noch nie gehabt. Man wächst mit seinen Aufgaben, und was ich dort an Wissen mitnehmen konnte, war enorm.

2008 wechselte ich zu Marché Restaurants Österreich GmbH, wo ich bis heute bin. Der Start fand als FOM im Hotel statt und nach einigen Monaten bekam ich die Chance, die ganze Anlage mit Hotel, Restaurant, Seminarräumen, Shop und einem Burger King als Direktor zu führen.

Die Vorteile eines großen Konzerns sind natürlich nicht zu unterschätzen. Vor einiger Zeit durfte ich dann bei der Eröffnung unserer Stores in Toronto für 6 Wochen mithelfen und die Kooperationen mit den anderen verschiedenen Ländern lässt einen immer weiter wachsen.

An die Zeit in der KTS erinnere ich mich heute noch sehr gerne, da die sehr gute Ausbildung mir den Grundstein für meine Karriere ermöglicht hat. Mit einigen damaligen Mitschülern habe ich noch guten Kontakt und jeder davon hat seinen Weg gemacht. Im Nachhinein kann ich gerne behaupten, dass die damalige Entscheidung, in die KTS zu gehen, die absolut richtige war.

Wenn man seinen Beruf gerne macht, kommt der Erfolg von ganz alleine, egal in welchem Bereich das auch immer sein mag. Setzen Sie sich ein großes Ziel, teilen Sie das in kleinere auf und bleiben Sie dran, dann kann man alles erreichen!

Ich wünsche den jetzigen und zukünftigen Schülerinnen und Schülern der KTS weiterhin alles Gute!

Auch Ihnen, lieber Tobias Geissler, alles Gute und bis bald in der KTS