Comenius

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Comeniusschulpartnerschaft KTS Villach– Vito Sante Longo Monopoli

BELL’ITALIA AFFASCINANTE PUGLIA CORDIALE MONOPOLI

Comenius Projekt

Ein Bericht aus Sicht der Begleitlehrer

“Volare ho ho, cantare ho ho hoho…”

Dieses Lied des berühmten italienischen Sängers Domenico Modugno begleitete uns die zwölf Tage, die wir drei Lehrer gemeinsam mit 29 Schülern der 2BT in Apulien verbrachten.

Volare – gleich einmal der Abflug vom Flughafen Marco Polo in Venedig war spannend – vor allem für uns Lehrer, mussten doch fünf Schüler ausgerufen werden, da das Gate geändert wurde und die fünf im letzten Abdruck den „Imbarco“ schafften.

Angekommen in Bari war nicht der italienische Belcanto zu hören, sondern das fröhliche, aufgeregte Lachen, Plaudern, Rufen der Gastfamilien aus Monopoli, die schon gespannt auf ihr „neues“ Kind warteten, für das sie in den zwölf Tagen die Verantwortung trugen wie für ihre eigenen Kinder - sie nahmen das auch äußerst ernst. Das Sprichwort „Paese che vai – gente che trovi“ (andere Länder – andere Sitten) galt auch für unsere Schüler. Sie wurden jedenfalls so herzlich aufgenommen, dass der Abschied nach fast zwei Wochen sehr tränenreich ausfiel.

Die Schule in Monopoli ließ uns von unserer zu Hause träumen, auch das Verhältnis Lehrer – Schüler ist etwas anders als bei uns. Im Unterricht aufzupassen ist fast eine Seltenheit, viele Lehrer „spulen“ ihr Programm ab, unabhängig davon, ob jemand mitmacht oder nicht. Doch begeistern kann man die italienischen Schüler allemal – vor allem mit Musik, wie sich bei unserem „Abschlussvormittag“ oder während verschiedener Busausflüge herausstellte – es wurde kräftig gemeinsam (italienisch, englisch) gesungen. Nicht zuletzt sollten wir bei einem Bootsausflug nach Polignano sogar die Statue des dort gebürtigen Sängers Domenico Modugno bewundern können.

Dass der “Himmel in blau“ schien, war fast selbstverständlich, man konnte noch das Meer genießen, die lauen Abende verleiteten zu Treffen in Parks und auf romantischen Plätzen (mit gratis Wlan!!) und auch vom besonders guten „Gelato al tartufo“ konnten wir nicht genug bekommen.

Abgesehen von den landschaftlichen Schönheiten Apuliens (alte Ölbäume soweit das Auge reicht, Trulli nicht nur im berühmten Alberobello; Lecce, die Stadt des Barock, Ostuni, la città bianca…) konnten wir auch einige Betriebe besichtigen – eine Mozzarellafabrik, verschiedenen Masserie - ehemalige Gutshöfe , die zu Beherbergungsbetrieben (bis zu *****) umgestaltet wurden, oder Ferienanlagen für bis zu 1500 Gäste.

Dass Gäste mit apulischen Spezialitäten besonders gut verköstigt werden, durften wir am eigenen Leib erfahren – Taralli, Orecchiette, Cime di rapa, Parmigiana, Riccio di mare… . Nicht nur „Torte salate“ sondern auch die „Dolci“ hatten es uns angetan, gab es doch einiges zu feiern, wie die Ankunft unseres Direktors Mag. Dr. Gerfried Pirker, der eigens zur Teilnahme an den Schlussveranstaltungen und Präsentationen unserer Schüler anreiste.

Den wichtigsten Zielen eines solchen Austauschprojektes, die Grenzen zu überwinden, sich kennen und verstehen zu lernen, die andere Mentalität zu akzeptieren und zu genießen und vor allem auch Freundschaften zu schließen, sind wir sicherlich einen großen Schritt näher gerückt. Um mit Modugno zu enden und ihm gleichzeitig zu widersprechen „ Penso che un sogno così non ritorni mai più…“ - diese Freundschaften sollten nicht nur Traum sein - vielleicht wird die Vorstellung von Freundschaft senza confini für manche von uns wahr. Vediamo un po‘.

Wir freuen uns alle schon auf den Gegenbesuch der italienischen Schüler und Lehrer im Februar 2013 !

Mag. Waltraud Karnel
Mag. Concetta Preiml-Vecchio
Mag. Astrid Gerjol

Youtube-Video: Volare ho, ho

Monopoli

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