Sebastiaan de Vos

  • Höhere Lehranstalt für Tourismus
2006

Aktuelle Position: Regionalmanager bei den JUFA Hotels – Österreichs größter Hotelgruppe

Die Hotelgruppe JUFA-Hotels war heuer zum ersten Mal beim Career Day vertreten. Sebastiaan de Vos ist einer der KTS-Absolvent/innen die dort beschäftig sind. Er hat seit damals eine spannende Entwicklung gemacht und Hotels, u.a. das Magdas in Wien. geleitet.

Sein Statement: „Ich habe früh gemerkt, dass Respekt, echte Neugierde und der Mut, Fehler zu machen, viel mehr über meinen Weg entscheiden werden als jeder perfekt ausgearbeitete Karriereplan. Vieles in meinem Leben ist nicht linear verlaufen und genau das war mein Vorteil. Ein „geht nicht“ war für mich immer nur der Startpunkt für die Frage: Wie könnte es trotzdem gehen? Mit der fundierten Basis meiner Ausbildung an der KTS und meinen ersten Erfahrungen in der Hotellerie bis hin zu meiner heutigen Verantwortung für mehrere Hotels hat mich vor allem eines geleitet: die Freude daran, Menschen zu begleiten und zu entwickeln. Ich bin überzeugt, dass Teams über sich hinauswachsen können, wenn man ihnen zutraut, Verantwortung zu übernehmen und ihre eigenen Stärken zu entfalten.

Gleichzeitig treffe ich Entscheidungen faktenbasiert und proaktiv. Nicht, weil es „cool“ klingt, sondern weil Klarheit und Mut zwei wichtige Bausteine für echten Fortschritt sind. Work-Life-Harmony entsteht für mich nicht durch Perfektion, sondern durch ein bewusstes Setzen von Prioritäten, beruflich wie privat.

Einer der größten Unterschiede zwischen dem Beginn und Heute? Ich weiß inzwischen, dass Neugierde ein Motor ist, der nie aufhört zu laufen. Sie zwingt uns, Fragen zu stellen, zuzuhören, Perspektiven zu wechseln und Neues auszuprobieren. Wer neugierig bleibt, bleibt in Bewegung und wer in Bewegung bleibt, entwickelt sich weiter.

Fehler spielen dabei eine wichtige Rolle. Viele Entscheidungen haben mich weitergebracht, manche haben nicht funktioniert, aber jede einzelne hat mir etwas beigebracht. Scheitern ist kein Endpunkt, sondern ein Teil des Prozesses. Wenn man das einmal verstanden hat, wird das Lernen plötzlich viel einfacher.

Wenn ich jungen Menschen etwas mit auf den Weg geben darf, dann vielleicht das:

Respektiert Menschen. Bleibt offen. Stellt Fragen. Und gebt euch nicht mit einem vorschnellen „geht nicht“ zufrieden. Dort, wo etwas schwierig wirkt, beginnt oft euer echtes Wachstum. Und ganz ehrlich: Ihr müsst nicht wissen, wie euer gesamter Weg aussehen wird. Beginnt mit einem Ziel vor Augen, bleibt flexibel und seid bereit, euren Weg aktiv zu gestalten. Neugierde, Mut und Respekt sind dafür ein guter Kompass.“