Welcome to Paradise – Willkommen im Süden

Willkommen im Süden

„Endlich, nach all dem Abschlussprüfungsstress und den strapazierenden langen Schultagen, welche dieses Jahr dominierten, sitze ich im Flugzeug von München nach Faro….“

 ….es war der 15. Juni 2014. Mit gemischten Gefühlen, Spannung, Neugier und großer Vorfreude stürzte ich mich mutterseelenallein in das Abenteuer Vila Joya in Albufeira, Portugal. Naja, ich bin fast am südlichsten Punkt Europas und das zeigt nicht nur die Landkarte oder die Flugrichtung, nein, auch die Mentalität bestätigt es mir. Angekommen im Hotel, wurde ich heiter und fröhlich mit dem Slogan „Welcome to paradise“ willkommen geheißen, gleichzeitig verschwand die positive Impression wegen Ungewissheit und Chaos. Die Dame, welche für mich verantwortlich ist, war an diesem Tag nicht vor Ort und somit war auch die Aufregung groß. Wer ist diese junge Dame genau? Weißt du zufällig, wo du untergebracht werden solltest? Hast du deinen CV dabei? All diese Fragen bereiteten mir für einige Minuten Kummer und ich dachte mir einfach nur: „Ach du grüne Neune, was hab ich mir bloß angetan!“. Während man im Büro versuchte alles in Ordnung zu bringen und die unangenehme Situation etwas zu verbergen, saß ich in der Lobby, sah mir das WM Spiel Portugal – Deutschland an und versuchte die Sache mal gelassen zu sehen, so nach dem Motto „Abwarten und Tee trinken“. Sieh an, ziemlich zackig war letztendlich alles geklärt und ich konnte mein Zimmer im sogenannten „Woodhouse“ beziehen aber nicht lange, denn nach einigen Tagen bezog ich ein Appartement mit drei Mädels, die ebenfalls in der Vila arbeiteten.

Neben kleinen Streitigkeiten wegen Lärm, Sauberkeit oder sonstigen Meinungsverschiedenheiten fand ich in meinen Mitbewohnerinnen gute Freundinnen. Gemeinsam genossen wir das Leben im Süden bei Sonne, Meer und Strand, langen Nächten, kulinarischen Spezialitäten und wir erkundeten auch die Orte, die sich rund um Albufeira befinden, wie zum Beispiel Faro, Portiamo oder den Strand von Alvor, der als einer der schönsten und saubersten Strände der Welt gilt.

Doch es war nicht immer nur entspannend, schließlich absolvierte ich ja auch noch ein Praktikum im 2 Michelin Sterne Restaurant, welches mein Know-How täglich in Anspruch nahm. Gleich in den ersten zwei, drei Wochen wurde ich oft ins kalte Wasser geschmissen, aber dank der Unterstützung des geschickten Teams ging ich nie unter und sammelte auch neue Fertigkeiten. Öfters hatte ich auch die Möglichkeit klassische, außergewöhnliche sowie süße Gerichte aus der renommierten Küche zu verkosten. Nach den interessanten Eindrücken des extravaganten Restaurants darf ich ab Montag noch einen Monat lang an der Rezeption mitarbeiten und ich bin ganz gespannt, was mich dort wohl erwartet.

Genau heute, dem 16. August 2014, bin ich schon ganze zwei Monate in Portugal, die Eindrücke, die Erlebnisse und die Erfahrungen, die ich bis jetzt gemacht habe, begleiten mich wohl mein ganzes Leben. Auch wenn es oft nur Kleinigkeiten sind, welche man im ersten Moment gar nicht richtig erfasst, es sind die Augenblicke, wenn man mal alleine am Strand hockt und vielleicht lieber zu Hause wäre, sein gewohntes Umfeld vermisst oder die Spannungen, die die stürmischen Abende in der Arbeit hervorbringen und jene Augenblicke, wenn man neue Freunde gewinnt, Tränen lacht, Ungewöhnliches sieht, Neues kennen lernt oder lokale Speisen, die ein Praktikum im Ausland zu etwas Besonderem und Großartigem machen.

Nina Pettauer (4BT) über ihren Auslandsaufenthalt in Portugal

Albufeira, am 16.August 2014

Dieses Projekt wird aus Fördermitteln von Erasmus+ Gran Canaria finanziert.

Die Verantwortung für den Inhalt trägt allein der Verfasser.

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